1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Penzberg

KinoP in Penzberg: Auszeichnung für ein „herausragendes Programm“

Erstellt:

Von: Franziska Seliger

Kommentare

Die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach in einem leeren Kinosaal mit dem Preis in der Hand
Die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach konnte die Programm-Prämien heuer nicht im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung verleihen, sondern nur via Internet. © Film-Fernseh-Fonds Bayern

Penzberg – Das KinoP erhält eine kräftige Finanzspritze für sein „herausragendes Programm“. Wie es in einer Pressemitteilung des Film-Fernseh-Fonds Bayern (FFF Bayern) heißt, ist das Penzberger Kino eines von 80 Filmtheatern in Bayern, das mit einer Programm-Prämie von jeweils 10 000 Euro ausgezeichnet wird. Wie Linda Wenzl vom Team des KinoP auf Nachfrage sagt, sei ein entsprechender Bescheid kürzlich eingegangen.

Mit der Programm-Prämie unterstützt der FFF Bayern jedes Jahr Kinos mit außergewöhnlichen Programmen oder künstlerisch hochwertigen Filmen. Zu den Kriterien für eine Auszeichnung zählen auch die Anteile deutscher Filme sowie von Kinderfilmen. Wie Wenzl sagt, würden im KinoP zahlreiche solcher Filme gezeigt. Statt Mainstream-Produktionen würden im KinoP auch viele deutsche Filme sowie Kurzfilme laufen.

Die Prämie geht fast jedes Jahr auch an das Penzberger Kino

Für das Penzberger Kino ist es nicht das erste Mal, dass es eine Programm-Prämie erhält. „Wir bekommen sie eigentlich jedes Jahr“, so Wenzl, Grund sei das besondere Programm-Angebot des Kinos. Angesichts der Corona-Pandemie sei die Prämie heuer aber deutlich aufgestockt worden.

„Die Startphase nach der Corona-Schließung ist für die Kinos keine einfache Zeit. Umso wichtiger ist, dass sie gut aus dieser Krise herauskommen“, sagte die für die Film- und Kinowirtschaft in Bayern zuständige Digitalministerin Judith Gerlach. Die aufgestockten Prämien sind laut der Ministerin eine wichtige Hilfe. „Und sie sind ein Signal, dass auch in dieser schwierigen Zeit qualitativ hochwertiges Kinoprogramm honoriert wird“, so Gerlach. Kinos seien ein wichtiger Teil der bayerischen Kulturszene. „Und das soll auch so bleiben.“

Die Mittel für die Programm-Prämien stammen von den FFF Gesellschaftern; darunter etwa der Freistaat Bayern, der Bayerische Rundfunk oder das ZDF.

Auch das Penzberger Kino hatte seit Mitte März geschlossen

Die Prämie kann das KinoP tatsächlich gut gebrauchen. „Es rettet und ein bisschen“, sagt Wenzl. Denn wegen der Corona-Pandemie habe das Kino von Mitte März bis Mitte Juni geschlossen bleiben müssen. Seit 16. Juni dürften nun wieder Besucher empfangen werden – allerdings wegen der Hygiene-Schutzmaßnahmen deutlich weniger als normalerweise. Im großen Saal, der eigentlich Platz für 117 Kinogänger biete, dürften sich wegen der Abstandsregeln beispielsweise derzeit nur maximal 35 Menschen einen Film ansehen. Im kleinen Saal, der 34 Zuschauern Platz biete, seien gar nur zwölf Personen erlaubt. Eine Perspektive, wann wieder mehr Besucher eingelassen werden dürfen, also die Abstandsregeln geändert werden, gebe es derzeit keine.

Die Existenz des Penzberger Kinos sei „im Moment“ aber nicht gefährdet. „Außer die zweite Corona-Welle kommt.“ Das kleine Kino sei auch deshalb bisher recht gut durch die Krise gekommen, weil während des Lockdowns viele Stammkunden Gutscheine gekauft hätten, so Wenzl.

Die 10 000 Euro sollen möglicherweise in den Bau eines dritten Kinosaals fließen. Wie Wenzl sagt, würde die benachbarte Tanzschule aufhören. Es gebe „Überlegungen“ in diese frei werdenden Räume einen neuen Vorführraum einzubauen. Möglicherweise werde das Geld aber auch dafür verwendet, das Foyer des Kinos „aufzupeppen“.

Auch interessant

Kommentare