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Feuerwehren im Einsatz 

Bäume auf der Straße und überquellende Gullis: So zeigte sich das Unwetter im Landkreis

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    Simon Nutzinger
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Ein Unwetter samt starker Regenfälle ist am Mittwochabend, 29. August, über den Landkreis hinweggefegt. Die Feuerwehren hatten reichlich zu tun.

Landkreis – Gullis liefen über, ein Baum lag auf einer Straße – ein anderer, den ein Autofahrer gemeldet hatte, wurde vergeblich gesucht. Das Unwetter mitsamt seiner starken Regenfälle hat am Mittwochabend die Feuerwehren im Landkreis auf den Plan gerufen.

Penzberg: Fast zwei Stunden im Einsatz

Die Penzberger Feuerwehr war fast zwei Stunden lang im Unwetter-Dauereinsatz. Gegen 21 Uhr ging laut Kommandant Christian Abt der erste Alarm ein. Insgesamt 27 Aktive und sechs Fahrzeuge rückten aus. In der Innenstadt und in Maxkron waren die Gullis dem Starkregen nicht mehr Herr geworden, diverse Fahrbahnen wurden überschwemmt. „Da war nichts zu machen“, so Abt. Zum Glück flossen die Wassermassen nach einiger Zeit wieder ab. An Sigmund- und Karlstraße waren zwei Tiefgaragen vollgelaufen – allerdings seien die Garagen derart gebaut, das „bei Großwasserlagen“ die Fluten selbst ablaufen, so der Kommandant. 

Zur Sicherheit wurde eine Gruppe losgeschickt, um die neuralgischen Bach-Standorte im Stadtbereich zu kontrollieren.Dort war der Wasserstand durchaus kritisch, wie Abt resümiert: „Wir haben noch 20 Zentimer bis zur Brücke gehabt.“ Am Ende mussten die freiwilligen Helfer zu sieben Einsatzstellen in Penzberg ausrücken. 

Polling: Baum mit Motorsäge zerschnitten

Auf der Huglfinger Straße in Polling lag am Mittwochabend in Folge des Unwetters ein Baum. Kurz nach dem Bahnübergang in Richtung Ortsausgang ragte er laut Sebastian Boscolo rund drei Meter in die Fahrbahn hinein. Um 20.30 Uhr, berichtet der Kommandant der Pollinger Feuerwehr, machten sich zehn Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen auf den Weg, um den Baum von der Straße zu entfernen. „Wir haben ihn mit Motorsägen zerschnitten und die Äste anschließend weggebracht“, sagt Boscolo. Aus Sicherheitsgründen sperrte er die Straße während der Arbeiten für eine Viertelstunde. 

Rottenbuch: Verstopfter Gulli

Wegen eines verstopften Gullis rückte die Feuerwehr in Rottenbuch aus. Da viele Landwirte zuvor ihre Wiesen gemäht hatten, lief das Regenwasser nicht optimal ab und trat aus dem Gulli an der Steingadener Straße. Die neun Einsatzkräfte um Kommandant Werner Herbst öffneten daher für eine Viertelstunde den Deckel.

Huglfing: Vergeblich unterwegs

Vergeblich unterwegs war die Feuerwehr in Huglfing. Ein Autofahrer hatte gegen 22 Uhr gemeldet, dass ein Baum auf einer Ortsstraße liege. „Doch wir haben ihn nicht gefunden“, sagt der zweite Kommandant Björn Greza. Seine Erklärung: „Vielleicht waren es nur ein paar Äste und ein anderer Autofahrer hat sie beiseite geräumt, bevor wir vor Ort waren.“ So etwas käme öfter vor. Die zehn Einsatzkräfte fuhren unverrichteter Dinge zurück.

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