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Bahnhof in Penzberg.

Keine Tickets mehr am Bahnschalter

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Im November wird der Fahrkarten-Verkauf am Bahnhofsschalter in Penzberg endgültig eingestellt. Tickets gibt es dann nur noch am Automaten.

Penzberg - Die Deutsche Bahn hat der Stadt Penzberg mitgeteilt, dass der Fahrdienstleiter am Penzberger Bahnhof zum 11. November abgezogen wird, also in sieben Monaten. Das bedeutet: Bahnkunden können sich dann keine Tickets mehr am Schalter kaufen; sie müssen sich selbst am Fahrkartenautomaten bedienen.

„Ältere Menschen tun sich schwer damit, eine Fahrkarte aus dem Automaten rauszubekommen“, sagt Josef Herzog. Der 82-jährige Penzberger, der dem örtlichen Seniorenbeirat angehört, hat selbst schon bei Informationsaktionen des Seniorenbeirats anderen Menschen den Automaten erklärt. Zum Beispiel vor zwei Jahren. Es gelte viele Details bei der Auswahl der richtigen Fahrstrecke zu beachten, erzählte er damals. Und das alles unter Stress, weil oft hinter einem andere Fahrgäste ungeduldig warten. „Da wird man nervös.“ 

Josef Herzog schlägt deshalb vor, am Bahnhof mindestens zwei Fahrkartenautomaten aufzustellen. Am besten, so Herzog, wäre allerdings ein Automat mit Bildschirm, über den man mit einem Bahn-Mitarbeiter sprechen und sich beraten lassen kann – quasi wie am Bahnschalter. Man steckt das Geld in den Automaten und der Bildschirm-Mitarbeiter lässt den richtigen Schein ausdrucken. In Peißenberg gibt es einen derartigen Automaten.

Seinen Vorschlag hatte Josef Herzog vor kurzem in einer Bürgerfrageviertelstunde vor der Stadtratssitzung unterbreitet. Die Anregung sei sehr gut, so der städtische Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann. Er will bei der Bahn nachfragen, ob ein derartiger Automat mit Video-Verkauf am Penzberger Bahnhof möglich ist. Eine andere Frage, die damit aber nicht gelöst ist: „Was ist mit den Schülerkarten, die abgestempelt werden müssen?“, so Stadtratsmitglied Wolfgang Sacher (BfP). Auch dies müsse hinterfragt werden. 

Dass der Fahrdienstleiter abgezogen wird, hat laut Bahn mit der neuen technischen Steuerung der Schrankenanlage am Übergang nahe dem Penzberger Bahnhof zu tun. Ursprünglich sollte es bereits zum Ende vergangenen Jahres so weit sein. Weil sich aber der Umbau verzögert habe, wird die Schrankenanlage erst ab kommenden Herbst zentral von Weilheim aus gesteuert. Das heißt, so die Ankündigung der Bahn: Im November wird der Fahrdienstleiter abgezogen, und der Verkauf am Schalter endet. Allerdings gibt es laut Rathaus eine Vereinbarung zwischen der Deutschen Bahn und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die einen persönlichen Fahrkartenverkauf bis zum Jahr 2025 beinhaltet, und zwar mindestens 50 Stunden in der Woche. Die Einschränkung: Der Ticketverkauf muss nicht im oder am Bahnhof geschehen. Die Bahn kann die Aufgabe zum Beispiel auch an ein nahe gelegenes Reisebüro übertragen. Die Bahn habe jedoch leider kein Geschäft gefunden, das Fahrkarten verkaufen will, hieß es.

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