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Lücke an der Bahnhofstraße: Der Neubau soll an die VR-Bankfiliale an der Hauptkreuzung andocken; dafür weicht das gelbe Haus. 

Neubaupläne an der Bahnhofstraße Penzberg

Bank will fünf Millionen Euro investieren

Rund fünf Millionen Euro will die VR-Bank Werdenfels in der Penzberger Innenstadt investieren. Sie plant an der Bahnhofstraße im Anschluss an ihr Bankgebäude einen Neubau mit Mietwohnungen. Bis es so weit ist, dauert es aber noch. Derzeit wird am Bebauungsplan gearbeitet.

Penzberg– Das Bauvorhaben der VR-Bank Werdenfels ist quasi ein Lückenschluss an der Bahnhofstraße. Das neue Gebäude soll an der Bankfiliale andocken, die sich an der Hauptkreuzung befindet. Das daneben stehende, gelb gestrichene Haus wird dafür abgerissen. Der Neubau soll ebenso den angrenzenden Parkplatz umfassen, von dem ein Teil im Hof bestehen bleibt, und drei bis vier Meter vor dem nächsten Haus enden. Fünf Stockwerke mit Büros und Wohnungen sind vorgesehen. Auch eine Tiefgarage soll entstehen.

Derzeit bestehe erst eine grobe Planung, erklärt Michael Schuldes von der VR-Bank Werdenfels auf Nachfrage. Vorgesehen seien Erdgeschoss, drei Obergeschosse sowie ein zurückgesetztes Dachgeschoss mit zwei Wohnungen. Das Erdgeschoss will die Bank ihm zufolge selbst für eigene Büros nutzen. In den Stockwerken darüber sollen insgesamt 20 Mietwohnungen entstehen. Die jeweilige Größe wird ihm zufolge erst Sache der Detailplanung sein. Das gesamte Grundstück gehört der VR Bank. Die Investitionssumme beträgt laut Schuldes zirka fünf Millionen Euro. „Wir dokumentieren damit, dass wir nach wie vor zum Standort Penzberg stehen“, sagt er.

Bis es so weit ist, dauert es allerdings noch mindestens ein Jahr. Momentan läuft das Bebauungsplan-Verfahren für das Grundstück an der Bahnhofstraße. Die Genossenschaftsbank geht davon aus, dass der Bau Ende 2019 oder Anfang 2020 beginnen kann. Sie plant mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr.

Bereits in der Vergangenheit war spekuliert worden, dass die Bank auf ihrem Grundstück baut. „Der Wunsch hat sich in letzter Zeit konkretisiert“, so Michael Schuldes. Die Investition begründet er damit, dass man an der Stelle Baurecht habe und dass Wohnraum in Penzberg gefragt sei. „Und es passt ins Ortsbild“, sagt er über die Pläne, bei denen die Bank mit einem örtlichen Architekten zusammenarbeitet.

Erfreut über das Vorhaben ist man bei der Stadt Penzberg. „Wir freuen uns, dass Geld in die Hand genommen wird, um in die Innenstadt zu investieren“, erklärte Bürgermeisterin Elke Zehetner, als der Bauausschuss im vergangenen April die Änderung des Bebauungsplans auf den Weg brachte. „Wir werden planungsrechtlich alles tun, damit dies geschehen kann.“ Auch Stadtbaumeister Justus Klement sprach von einer „erfreulichen Entwicklung“.

Bei der aktuellen Änderung des Bebauungsplans geht es unter anderem darum, eine Wohnnutzung ab dem ersten Obergeschoss und ein fünftes Vollgeschoss zuzulassen. Die Regeln für die „soziale Bodennutzung“ (SoBon), nach denen Bauherrn einen Teil der Wohnungen günstig anbieten müssen, greifen laut Klement in diesem Fall nicht. Den seit Jahren gebe es einen Bauantrag für die Baulücke und einen geänderten Bebauungsplans – also schon vor der Einführung der SoBon-Regeln. Bei der aktuellen Änderung werde das Baurecht nur um 65 Quadratmeter erweitert – zu wenig für SoBon.

Wolfgang Schörner

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