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Das Ex-Molkereigelände (rot umrandet) in Penzberg, in der Nähe Krankenhaus (1) und Schulen (2).

„Bauernladen“ zieht um: Ex-Molkereigelände wird frei

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Vor fünf Jahren hat die Stadt Penzberg das ehemalige Molkereigelände gekauft. Nun plant der „Loisachtaler Bauernladen“, in den Nonnenwald umzuziehen. Was soll aus dem Gelände werden?

Penzberg - Der „Loisachtaler Bauernladen“ will in zwei Jahren seinen Sitz komplett in das Industriegebiet Nonnenwald verlegen. Frei wird damit das städtische Grundstück an der Christianstraße, das einstige Molkereigelände nahe dem Gymnasium. Der Stadt Penzberg eröffnet dies neue Möglichkeiten: zum Beispiel für eine Wohnbebauung.

„Bauernladen“-Chef Michael Huber (42) will fast 3,5 Millionen Euro im Nonnenwald investieren. Das 3200 Quadratmeter große Grundstück hatte er bereits im August 2016 von der Stadt erworben. Anfangs sollte dort zwischen „GT Industrietechnik“ und dem früheren „Titan“-Gebäude, das von Roche genutzt wird, sowohl der „Bauernladen“ als auch ein Installationsbetrieb angesiedelt werden. Doch dies zerschlug sich aus logistischen Gründen. Nun nutzt Huber die Fläche allein.

Der Beuerberger hatte im November 2001 den Metzgereiladen an der Christianstraße übernommen. Über 40 Mitarbeiter sind dort sowie in den Läden in der Rathauspassage und in Beuerberg beschäftigt. Mit dem Umzug will Huber „alles konzentrieren“ und die besseren Anlieferungsmöglichkeiten nutzen. Auch das Schlachten – zweimal die Woche – will er im Nonnenwald selbst übernehmen. Bislang macht dies ein Antdorfer Metzger.

Den Bauantrag will Michael Huber in den kommenden zwei Monaten bei der Stadt einreichen. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude: im Erdgeschoss hinten die Anlieferzone, Schlachtung, Kühlräume, Zerlegeraum und Wurstküche, vorn zur Straße Catering- und Partyservice sowie ein Verkaufsraum mit Essbereich. Im Obergeschoss finden sich Räume für Verwaltung, Personal und Lager. Die Arbeiten sollen heuer beginnen. Im Herbst 2019, spätestens Anfang 2020, soll der Betrieb starten. Das Geschäft in der Rathauspassage bleibt, der Mietvertrag mit der Stadt wurde erst vor kurzem um fünf Jahre verlängert.

Bürgermeisterin Elke Zehetner bezeichnet die Firmenpläne als Erfolg ihrer Standortpolitik. „An der Christianstraße wäre das nicht möglich gewesen“, sagt sie über den Produktionsausbau. „Er wäre sonst aus Penzberg weggegangen.“

Was die Stadt nun mit dem rund 5000 Quadratmeter großen Areal an der Christianstraße anfängt, ist noch offen. Die Stadt hatte das frühere Molkereigelände vor fünf Jahren für 2,5 Millionen Euro von der Milch- und Fleischvermarktungsgenossenschaft gekauft. Derzeit befinden sich dort auch Dienstleister und die Räume des Asyl-Helferkreises. „Der Landkreis wollte damals die Fläche nicht kaufen“, spielt Zehetner auf die Debatten um einen Gymnasiumsausbau an. Die Rathauschefin spricht sich für eine Wohnbebauung aus. Dies nennt das Stadtentwicklungskonzept ISEK ohnehin als Ziel, erklärt sie und sagt: „Das Areal ist stadtnah.“ Denkbar ist ihr zufolge auch, jenen Teil, der an den Schlossbichlpark grenzt, den Schulen zur Verfügung zu stellen.

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