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An der Christianstraße in Penzberg: Baustelle für die Erweiterung des Wärmenetzes.

Stadtwerke bauen Wärmenetz in Penzberg aus

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Die Penzberger Stadtwerke bauen in Penzberg die Versorgung mit Fernwärme aus - deshalb ist seit Dienstag ein Teil der Christianstraße gesperrt. Es ist eine von mehreren Bau-Etappen.

In einem ersten Schritt sollen das städtische Seniorenzentrum, das Gymnasium, die Realschule und mehrere Wohnhäuser in Penzberg an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Dies soll bis zum Jahr 2018 geschehen. Erweitert wird damit das bestehende Wärmenetz rund um das Wellenbad, das bereits das Schwimmbad selbst, die Grundschule und den AWO-Hort an der Birkenstraße sowie die beiden Turnhallen beim Wellenbad versorgt. Dazu werden in mehreren Bauabschnitten Leitungstrassen verlegt.

Am Dienstag, 13. Juni, haben an der Christianstraße die Arbeiten für die Fernwärmeleitung begonnen. Knapp vier Wochen bis zum 10. Juli werden sie dauern. Das teilten die Stadtwerke mit. Der „Loisachtaler Bauernladen“ sei in diesen Wochen entweder aus Richtung Schlossbichl oder aus Richtung der Karlstraße erreichbar, so die Stadtwerke, die zugleich um „Verständnis für die Einschränkungen im Straßenverkehr und mögliche Lärmbelastungen während der Bauphase“ bitten. Laut Ordnungsamt wird die Einbahnstraßenregelung an der Christianstraße in der gesamten Bauzeit aufgehoben.

In diesem Jahr haben sich die Stadtwerke vorgenommen, die bestehende zirka 500 Meter lange Wärmetrasse um rund 1100 Meter zu verlängern. Ein Drittel davon wurde bereits in der Gartenstraße am Seniorenzentrum verlegt, wo die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sind. Folgen werden auch noch Leitungsverlegungen im Bereich der Karlstraße, am Schlossbichl und am Weidenweg. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Die neue Wärmetrasse soll, ausgehend vom Bereich um das Wellenbad, zuerst entlang des Weidenwegs in Richtung Süden führen und dann den Schlossbichl queren. Von dort führt die Route über die Christianstraße bis zur Karlstraße und weiter zu einer geplanten Übergabestation an der Realschule, von der auch das Gymnasium versorgt wird. Über den abzweigenden Leitungsstrang in die Gartenstraße sollen das Seniorenzentrum sowie die Mehrfamilienhäuser der „Wohnen, Bauen, Grund“ (Karlstraße 49, 49a und 51) und die Häuser der Wohnungsgenossenschaft (Gartenstraße 4f und 4b sowie Zugspitzstraße 20) angeschlossen werden. Die Stadtwerke rechnen damit, dass sich im nächsten Jahr weitere Interessenten an das Netz anschließen wollen.

Zur Wärmeerzeugung setzen die Stadtwerke eigenen Angaben nach zwei verschiedene Energieträger in drei verschiedene Systemen ein. Im Grundlastbereich werde ein Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) hocheffizient Strom für das städtische Wellenbad und Wärme für das Fernwärmenetz erzeugen. Der Umfang der Wärmeproduktion betrage zirka 25 Prozent des zu deckenden Wärmeenergiebedarfs. Der Großteil des jährlichen Wärmebedarfs (zirka 55 Prozent) werde mittels einer Hackschnitzelheizanlage regenerativ und CO2-neutral erzeugt, so die Stadtwerke. Der Rest der Wärmeenergie werde an besonders kalten Tagen und bei Ausfall, Reparatur- oder Wartungsvorgängen an den anderen Heizanlagen über sogenannte Redundanzkessel (Erdgas-Heizkessel) gedeckt.

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