Elfjährige in München vergewaltigt - Tatverdächtiger festgenommen

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Blickten auf das Jahr 2018 zurück: Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung, Edgar Vieth, Geschäftsführer Personal (beide Roche Diagnostics GmbH) und der Leiter des Penzberger „Roche“-Werks Ulrich Opitz (v.li.).

Biotech-Konzern zieht Bilanz für 2018

„Roche“ setzt weiter voll auf Penzberg

170 Millionen Euro hat der Biotech-Konzern „Roche“ 2018 in sein Penzberger Werk investiert. Und auch für die Zukunft hat sich der Schweizer Konzern einiges vorgenommen. 

Penzberg – „Es war ein erfolgreiches und gutes Jahr für Roche in Deutschland.“ Das bilanzierte Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH, bei der Jahrespressekonferenz am gestrigen Freitag im Penzberger Werk. Die Nachfrage nach Diagnostik- und Pharmaprodukten sei weltweit steigend, weshalb die Roche-Standorte in Deutschland – unter anderem der in Penzberg – weiterhin nachhaltig ausgebaut würden. Allein 2018 seien in das Penzberger Werk 170 Millionen Euro investiert worden. „Das ist eine stolze Summe“, so Redeker. In den vergangenen fünf Jahren seien in den Standort insgesamt 1,38 Milliarden Euro geflossen. Das seien mehr als die Hälfte der Gesamtinvestitionen des Konzerns in diesem Zeitraum.

Heuer soll am Standort Penzberg der Ausbau der Diagnostik-Produktion vorangetrieben werden: Insgesamt 60 Millionen Euro sollen im Laufe mehrerer Jahre in einen neuen Gebäudekomplex und seine notwendige Ausstattung investiert werden, so Redeker. Fertiggestellt werde das Projekt heuer aber nicht.

Werkleiter Opitz: Konzern „Roche“ in Penzberg profitiert von Nähe zu München

Die Stärken des Penzberger Werks liegen für den Werkleiter Ulrich Opitz darin, dass hier Forschung, Entwicklung und Produktion an einem Standort vereint sind. Zudem profitiere der Standort von seiner Nähe zur Großstadt München mit ihrer Universität und den vielen Start-up-Unternehmen. „Das befruchtet sich gegenseitig.“ Redeker versicherte, Penzberg sei für den Konzern ein wichtiger Standort, in den gerne investiert werde. Zur Höhe möglicher weiterer Investitionen in diesem Jahr wollte Redeker nichts sagen.

„Kontinuierlich steigend“ ist laut Edgar Vieth, Geschäftsführer Personal bei der Roche Diagnostics GmbH, die Zahl an Mitarbeitern in Penzberg. Ende 2018 arbeiteten hier 6184 Menschen aus 57 Nationen, wie Werkleiter Opitz ausführte. Das seien 900 mehr als noch vor fünf Jahren, so Vieth. Und auch die Zahl junger Menschen, die in Penzberg ausgebildet werden oder im Rahmen einer Studienkooperation hier arbeiten, steige von Jahr zu Jahr. 2018 seien es rund 300 Nachwuchskräfte gewesen – die meisten davon in naturwissenschaftlichen Berufen und überwiegend aus der Region bis München stammend. „Extrem froh“ ist Vieth darüber, dass Roche nicht nur viel ausbilde, sondern auch gut. 96 Prozent der Auszubildenden beenden laut Vieth ihre Ausbildung. 100 Prozent der Prüflinge bestünden ihre Prüfung. Der Notendurchschnitt bei allen Berufen läge bei 1,8. Und mehr als 90 Prozent der Azubis blieben auch nach ihrer Lehrzeit im Unternehmen oder kehrten nach einem Studium dorthin zurück. Heuer würden erneut 100 Auszubildende eingestellt. Zusätzlich gebe es – wie seit 2016 jedes Jahr – vier Ausbildungsplätze für Geflüchtete.

„Roche“ will in Zukunft auf mobiles Arbeiten und Digitalisierung setzen

In Zukunft möchte man bei Roche in Penzberg das Thema „Mobiles Arbeiten“ verstärkt angehen und damit den Mitarbeitern ermöglichen, Arbeitszeit und -ort flexibler zu gestalten. Bereits 2018 seien zehn Pilotprojekte dazu durchgeführt und dann am gesamten Standort eingeführt worden, so Vieth. „Der Start war sehr vielversprechend.“ Auf dem Weg in die digitale Zukunft will Roche möglichst alle seine Mitarbeiter mitnehmen. „Das ist uns wichtig“, so Vieth. Mit speziellen Programmen und Trainings sollen sie dafür geschult werden. Opitz: „Insgesamt entwickelt sich der Standort Penzberg positiv weiter.“

VON FRANZISKA SELIGER

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