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Im Penzberger Rathaus beschlossen die Stadträte nun die Satzung für den Bebauungsplan „Gewerbezentrum“

Gewerbezentrum Seeshaupter Straße/Westtangente  

Bebauungsplan nach zwölf Jahren fertig

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Nach zwölf Jahren ist in Penzberg der Bebauungsplan für das „Gewerbezentrum Seeshaupter Straße/Westtangente“ zu einem Abschluss gekommen. Der Stadtrat fasste nun den Satzungsbeschluss.

Penzberg – Der Beschluss fiel gegen die Stimmen von Klaus Adler und Dr. Kerstin Engel (beide Grüne). Der Bebauungsplan war einst auf den Weg gebracht worden, um das bestehende Gewerbegebiet zwischen Seeshaupter Straße und Moorflächen zu sichern. Im Laufe des Verfahrens wurde die Gewerbefläche vom nördlich gelegenen Moor abgerückt, nachdem es Protest gegeben hatte.

Kerstin Engel begründete ihre Ablehnung damit, dass das benachbarte Moor weiterhin betroffen sein könne. „Eine negative Beeinträchtigung kann nicht ausgeschlossen werden“, sagte sie. Als zweiten Kritikpunkt nannte sie den Umstand, dass der Bereich des Altenheims „Steigenberger Hof“ auf der anderen Seite der Seeshaupter Straße zu einem Mischgebiet erklärt wird.

Diese Festlegung als Mischgebiet, für das höhere Lärmwerte gelten, war zuletzt in den Bebauungsplan-Entwurf aufgenommen worden. Laut Stadtbaumeister Justus Klement soll damit verhindert werden, dass die benachbarten Betriebe den Lärmschutz aufrüsten müssen. Hier gebe es um eine Abwägung zwischen Standortsicherung und Arbeitsplätzen sowie der Lebenssituation des Altenheims und der Altenpflegeschule, erklärte er. Bezüglich des Lärms sei es aber kein „dramatischer Sprung“, fügte Klement an. Die Stadtratsmehrheit sah es ebenso. Regina Bartusch (SPD) sagte, dass dort nur „zwei, drei Wohnungen zur Seeshaupter Straße“ lägen, der Grundriss aller anderen Wohnungen aber zur Rückseite orientiert sei. Penzbergs Bürgermeisterin Elke Zehetner zog zudem den Vergleich zum Seniorenstift am Luise-Kiesselbach-Platz in München. „Wir wollen natürlich gesundes Wohnen“, sagte Zehetner, „wir müssen aber auch Wohnungen und Gewerbe unter einen Hut bringen.“

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