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Wilde Wikinger unterhielten die Besucher.

„Tollhub“-Festival auf Gut Hub

Starke Krieger, kreative Angebote

Das Penzberger „Tollhub“-Festival auf Gut Hub war wieder ein großer Erfolg. Dafür sorgten Wikinger, Künstler und Musiker - und das Traumwetter.

Penzberg – Die Wikinger aus dem Norden waren ja bekanntlich starke Männer. Die Wikinger vom Penzberger „Tollhub“-Festival heuer waren aber noch viel stärker. Ansonsten wären sie bei 27 Grad kollabiert, als sie sich am Samstagmittag schichtweise ihre Kampfgewänder anlegen mussten – um den vielen Besuchern des Alternativmarktes in wattiertem Unterkleid, Kettenhemd und Helm die Kampftechniken der Krieger von einst zu demonstrieren. „Geil“, kommentierte ein Zuschauer, als er realisierte, dass man im Lager der „Wikinger vom Lechtal“ selbst einmal mit der Axt auf eine hölzerne Zielscheibe werfen durfte.

Das Wikingerlager auf der Hangwiese von Gut Hub war die Attraktion des diesjährigen „Tollhub“. Das Zwei-Zelt-Lager lockte viele Neugierige an, wo die rund 20 Darsteller den Besuchern das Alltagsleben und das Kriegshandwerk der Nordmänner näher brachten. „Das ist mal was anderes“, befand etwa Jasmin Seidler aus Penzberg. Und auch Jochen Kallscheuer war begeistert. Der Penzberger war mit Frau und Töchterchen zum Alternativmarkt gekommen und ließ sich von Wikingerfrau Bettina Fritsch erklären, wie man einst Schafe geschoren, ihre Wolle gefärbt und verarbeitet hat. Den Wikingern, die am Freitag ihr Lager aufgeschlagen und mit Comedian Ingo Appelt vor dessen Abend-Show beisammengesessen hatten, gefiel es ausgesprochen gut auf Gut Hub. „Der Platz ist einfach super“, so die Penzberger Wikingerfrau Kathrin Forster.

Bilder: Tollhub-Festival in Penzberg

Überhaupt war alles rundum super bei diesem Markt. Allen voran natürlich das Wetter, das mit Sonne satt aufwartete. Sehr gute Bedingungen für die Energiewende Oberland (EWO), die an ihrem Stand eine solarbetriebene Carrera-Bahn aufgebaut hatte. Dank des wolkenlosen Himmels brachte das tragbare Solarmodul solch eine Leistung, dass man laut Energierberater Andreas Scharli zur Bahn auch noch einen Kühlschrank sowie diverse andere elektrische Gerät hätte anschließen können. Das komplexe Thema „Energiewende“ und die Technik des Solarstroms auch für Kinder greifbarer zu machen: Das sind laut Scharli die Gründe, warum die EWO jedes Jahr zum „Tollhub“-Markt kommt – so wie übrigens viele der Vereine und Institutionen, die an diesem Tag einen der 40 Marktstände betrieben. Etwa die Penzberger Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit ihrer Jugendsozialarbeit, die jedes Jahr sechs Kilogramm Seife zum Kneten mitbringt. „Weil es den Kindern immer so viel Spaß macht“, erklärte Beate Kräutterer. Spaß! Das war das große Motto dieses sonnig-leichten Tages, den Eltern wie Kinder gleichermaßen genossen. „Es ist eine tolle Umgebung und wunderschön hier“, fand Kerstin Kunoth aus Seefeld : „Es hat wirklich den Charakter eines kleinen Tollwood.“

Am Sonntag klang das „Tollhub“ mit dem Frühschoppen aus. Das Trio Hermina Szabó, Kathrin Anna Stahl und Andreas Bittel unterhielt die Besucher. Festival-Organisatorin Evi Mummert zog eine positive Bilanz: Rund 3000 Besucher seien es allein am Samstag gewesen. Dass hinter dem dreitägigen Festival viel Arbeit steckt, ist klar. Trotzdem weiß Evi Mummert schon jetzt, dass es 2018 weitergehen wird mit dem „Tollhub“. „Eine Märchenbühne dafür ist schon gebucht“, verriet sie. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht.

Wer Ideen hat für das „Tollhub“ 2018 oder mitarbeiten möchte: auf www.kleinkunst-penzberg.de melden.

Franziska Seliger

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