Pumptrack-Kurs bei der Berghalde: So könnte nach Vorstellung der FLP die Anlage ausschauen. Im Zuge eines Pakets an Vorschlägen für die Berghalde hatte sie Anfang 2020 das Modell vom Planungsbüro Thomas Link zeichnen lassen.
+
Pumptrack-Kurs bei der Berghalde: So könnte nach Vorstellung der FLP die Anlage ausschauen. Im Zuge eines Pakets an Vorschlägen für die Berghalde hatte sie Anfang 2020 das Modell vom Planungsbüro Thomas Link zeichnen lassen.

FLP-Fraktion stellt Antrag an Stadtrat

Welliger Rundkurs für sportlicher Radler - Antrag für Pumptrack auf der Penzberger Berghalde

  • VonWolfgang Schörner
    schließen

Die FLP-Stadtratsfraktion möchte, dass auf dem Gelände der Berghalde eine Pumptrack-Anlage geschaffen wird – ein welliger Rundkurs für sportliche Radler mit Steilkurven und Sprungelementen. Die FLP reichte nun einen Antrag im Rathaus ein. Der Parcours ist eine von mehreren Vorschlägen, die die FLP schon vor über einem Jahr gemacht hatte.

Penzberg – Radfahren liegt im Trend, doch Kinder und Jugendliche wollen nicht immer die gleichen, langweiligen Touren machen wie die Erwachsenen – diese Worte schickten die zwei FLP-Stadtratsmitglieder Jack Eberl und Ferdinand Disl ihrem Antrag voraus. Sie wollen, dass die Stadt auf der Berghalde eine Pumptrack-Anlage plant und realisiert. Seit 2014 könne man landesweit eine „richtige Pumptrack-Welle beobachten“, erklären Eberl und Disl. Penzberg, fügen sie an, sollte sich diesem Trend nicht verschließen.

Ein Pumptrack ist ein welliger Rundkurs für Mountainbiker und BMX-Radler. Das englische Wort setzt sich aus „Track“ für Strecke und „Pumping“ für pumpen zusammen. Gemeint ist damit, dass die Fahrer mit dem Hochdrücken des Körpers bei den Wellen an Tempo gewinnen und praktisch nicht in die Pedale treten müssen.

FLP schätzt die Kosten je nach Größe auf 70.000 bis 120.000 Euro

Vorzugsweise werde so ein Rundkurs aus Beton oder Asphalt gebaut, erklärt die FLP. Möglich wäre zwar auch ein Kurs aus Erde und Lehm. Asphalt würde jedoch die Unterhaltskosten verringern und die Lebensdauer verlängern, so die Wählervereinigung. Eberl und Disl werben, dass ein Pumptrack eine attraktive und sichere Außensportanlage wäre, die für Fahrräder, Skateboards, Inline-Skates, Roller und andere Sportgeräte auf Rädern geeignet wäre und von jeder Altersgruppe genutzt werden könnte. Die Fahrweise, erklären sie, würde das Gleichgewicht und die Koordination fördern. Die FLP schätzt, dass die Kosten für Planung und Herstellung je nach Größe der Anlage und Länge der Strecke zwischen 70.000 und 120.000 Euro liegen.

Zugleich verweist sie darauf, dass im städtischen Finanzhaushalt für die drei Jahre von 2021 bis 2023 jeweils 100.000 Euro für die „Attraktivierung der Spielplätze und Umgestaltung der Berghalde Nordseite“ eingeplant seien. Außerdem, so Eberl und Disl, gebe es Fördertöpfe, die angezapft werden könnten, zum Beispiel ein Investitionspaket für Sportstätten und das Leader-Programm. In dem FLP-Antrag an den Stadtrat geht es zunächst darum, dass die Verwaltung Angebote für Planung und Herstellung einer derartigen Anlage einholt, mit den Bayerischen Staatsforsten über eine geeignete Fläche spricht und Fördermöglichkeiten prüft.

Antrag war Teil eines Berghalden-Pakets

Die Pumptrack-Anlage ist Teil eines Pakets, das die FLP bereits im Februar 2020 vorgestellt hatte. Damals präsentierte sie mehrere Ideen für die Penzberger Berghalde, darunter auch einen Rutschenturm mit der „längsten Rutsche Bayerns“ beim Skilift-Hang sowie einen Soccer-Platz. Sie sprach von einem „Event- und Freizeitgelände“. Im Mai 2020 hatte sich außerdem der Bauausschuss einstimmig für eine Überplanung des Berghalden-Areals ausgesprochen. Als Beispiele wurden ein Soccer-Platz, ein Naturerlebnispfad, eine Runderneuerung der Stockbahnen und die Sanierung des Spielplatzes auf der Südseite genannt.

Vor 30 Jahren sollte es auf der Penzberger Berghalde schon einmal eine ähnliche Anlage für junge Radler geben: eine BMX-Bahn, die allerdings nicht fertiggestellt wurde. Sie wurde nach einigen Jahren wieder eingeebnet. Für Dirtbiker wurde zudem vor zehn Jahren ein eigener Parcours geschaffen. Er befindet sich beim Penzberger Jugendzentrum hinter dem Skaterpark.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare