Eintauchen ins Bergwerk

Penzberg - Selbst die Bergknappen sind beeindruckt, was aus ihrem Bergwerksmuseum in Penzberg geworden ist. Es wurde am Wochenende wiedereröffnet

"Es ist toll." "Wunderbar". So lauteten Kommentare, nachdem das Penzberger Bergwerksmuseum nach zweieinhalb Pausen am Wochenende wiedereröffnet wurde. Vor rund 40 Jahren hatte der Bergknappenverein das Museum im Untergeschoss der Realschule geschaffen – als Vermächtnis und als Erinnerung an die Bergarbeiterzeit, die in Penzberg bis 1966 währte. Weil die Mitglieder aber immer älter wurden, viele starben und, wie es Vorsitzender Peter Glück ausdrückte, die Existenz der Sammlung gefährdet war, entschloss sich der Verein vor zwei Jahren, das Museum der Stadt zu übertragen.

Die Stadt investierte zirka 450 000 Euro, engagierte Experten, ließ die Räume umbauen und die Ausstellung neu konzipieren. Am Wochenende wurde das neue Museum eröffnet. Es erzählt von der Entstehung der Kohle und der Geschichte des Penzberger Bergwerks, vom Beruf des Bergmanns und den Gefahren, denen er ausgesetzt war, aber auch von dessen Kameradschaft. Dazu nutzt es Multimediastationen und Filme, selbst ein Streifen von 1928 ist zu sehen. Die Ausstellung erklärt sich dadurch selbst und ist auch auf junge Besucher zugeschnitten. Als Kernstück bleiben die originalgetreuen Streckenausbauten der Bergknappen. Daran wollte Museumsgestalterin Monika Müller-Rieger aus München auch nicht rütteln: „Diese Inszenierung ist größer als im Deutschen Museum und im Gegensatz dazu auch noch begehbar." (mehr in der Montagsausgabe).

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