1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Penzberg

Altenpflege-Schule: 26 Absolventen ohne Job-Sorgen - mit einer Klasse ging aber eine Ära zu Ende

Erstellt:

Von: Wolfgang Schörner

Kommentare

Geschafft: 26 Frauen und Männer haben an der Penzberger Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe ihre Ausbildung abgeschlossen. Sie erhielten nun ihre Zeugnisse, die einen als Altenpfleger, die anderen als Pflegefachhelfer; links der scheidende Schulleiter Stephan Meuß. 16 Absolventen in Pflegefachhilfe
Geschafft: 26 Frauen und Männer haben an der Penzberger Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe ihre Ausbildung abgeschlossen. Sie erhielten nun ihre Zeugnisse, die einen als Altenpfleger, die anderen als Pflegefachhelfer; links der scheidende Schulleiter Stephan Meuß. © Wolfgang Schörner

26 Frauen und Männer haben an der Penzberger Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe ihre Abschlusszeugnisse erhalten. „Sie müssen sicher keine Angst haben, ob sie einen Job finden“, sagte Vize-Bürgermeister Markus Bocksberger. „Sie sind eine begehrte Zielgruppe“, bestätigte Diakon Christian Oerthel.

Penzberg – Zehn Männer und Frauen haben in der Penzberger Berufsfachschule auf dem Gelände des Altenheims „Steigenberger Hof“ ihre dreijährige Ausbildung zu Altenpflegern abgeschlossen. Bei der Feier wurden auch die drei Notenbesten ausgezeichnet: Martina Heimisch und Carola Wiener (jeweils 1,2) sowie Lisa-Marie Ladurner (1,3). Weitere 16 Absolventen beendeten zudem ihre einjährige Ausbildung zu Pflegefachhelfern.

Letzter Jahrgang bei Altenpflegeausbildung - jetzt kommen die „Generalisten“

„Eine Ära geht zu Ende“, sagte Schulleiter Stephan Meuß beim Festakt. Gemeint war damit die dreijährige Altenpflegeausbildung. Der aktuelle Jahrgang war der letzte nach dem alten Ausbildungskonzept. 2023 wird der erste „generalistische“ Jahrgang seine Zeugnisse erhalten, bei dem nicht nach Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege unterschieden wird. Es endete aber noch eine andere Ära: Es war die letzte Zeugnisvergabe durch Stephan Meuß, der zur Fachakademie der Rummelsberger Diakonie, dem Träger der Penzberger Berufsfachschule, wechselt. Er habe „seine Aufgabe mit viel Herzblut und Kompetenz gestaltet“, so Diakon Christian Oerthel von der Rummelsberger Diakonie.

„Ich ziehe mit Hochachtung den Hut vor Ihnen“

Meuß sagte zu den Absolventen, dass nicht die Noten das Wichtigste seien, sondern die „innere Leistung“ – zum Beispiel den nächsten Schritt zu tun, auch wenn das Gepäck schwer ist. Die Absolventen hätten ebenso bewiesen, dass sie sich auf neue Situationen einstellen können.

Für diesen Beruf brauche man viel Empathie, er sei körperlich und psychisch fordernd, sagte Vizebürgermeister Markus Bocksberger. „Ich ziehe mit Hochachtung den Hut vor Ihnen.“ Angesichts des Mangels an Pflegekräften bräuchten sie auch keine Angst haben, ob sie einen Job finden. Renate Janker vom Ausbilderteam drückte es bildhaft aus: Die Absolventen hätten nach ihrer Wanderung nun eine Bombenkondition und stünden vor einem Wegenetz der Möglichkeiten.

Auch interessant

Kommentare