BfP: Penzberger Spielplätze „unattraktiv“

  • VonWolfgang Schörner
    schließen

Ein schlechtes Bild von den Penzberger Kinderspielplätzen zeichnet die Stadtratsfraktion der „Bürger für Penzberg“ (BfP). Sie fordert eine Modernisierung.

Penzberg - Die Penzberger Kinderspielplätze seien „unattraktiv und stiefmütterlich ausgestattet“, erklärt BfP-Fraktionsvorsitzende Dorle Niebling-Rößle. Eltern würden mit ihren Kindern extra in die Nachbargemeinden zu den dortigen Spielplätzen fahren. Die BfP-Fraktion hat nun einen Antrag im Penzberger Rathaus eingereicht. Sie fordert, dass die Spielplätze modernisiert und besser ausgestattet werden. Gerade für Babys und kleinere Kinder im Alter von ein bis drei Jahren werde nichts geboten, heißt es in dem Schreiben.

Als Beispiele nennt die BfP-Fraktion die großen Spielplätze am Katzenbuckel und an der Gustavstraße in Penzberg. Bei einem Besuch vor einer Woche am Samstagnachmittag seien sie verwaist gewesen, während sich am Spielplatz in Benediktbeuern über 20 Kinder befunden hätten, schreibt sie. Kein attraktiver Spielplatz nutze mehr alte Autoreifen, sondern Nestschaukeln, mit denen jede Altersgruppe schaukeln könne, ohne runterzufallen. Als weitere Vorschläge nennt die Fraktion ein Karussell mit Bank und einen kleinen Kletterseilzirkus, eine Babyschaukel und Rutschen für Kleinkinder. Als ideal für den großen Spielplatz an der Gustavstraße – die Stadt hatte ihn vor 13 Jahren mit Hilfe von Bürgern für rund 160 000 Euro eingerichtet – sieht sie auch eine „kleine Multi-Sportanlage“ mit Basketballkörben und kleinem Spielfeld. „Zumindest geht die Wasserpumpe wieder“, so Fraktionsvorsitzende Niebling-Rößle, der an der Gustavstraße auch ein abschließbares Ein- und Ausgangstor fehlt, das Dreijährige nicht selbstständig aufbekommen.

Als Vorbilder listet Niebling-Rößle die Spielplätze in Benediktbeuern und Sindelsdorf auf. In Sindelsdorf entstand vor Jahren ein großer Spielplatz mit Wasser und Picknickplatz, der auch Eltern und Kinder von außerhalb anzieht.

Um den Status als „familienfreundliche Stadt“ erwähnen zu dürfen, müsse man die Penzberger Spielplätze modernisieren, so die Ansicht der Fraktionschefin, die dies als „Wiedergutmachung des Debakels der Kinderbetreuungsgebühren“ sieht. In ihrem Antrag fordert die BfP-Fraktion, dass der Bauausschuss die Penzberger Spielplätze besichtigt und außerdem die Verwaltung Vorschläge macht, wie die Situation verbessert werden kann.

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare