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Silber bei der Bio-Olympiade: Paul Bunk; hier mit Gymnasiallehrerin Katharina Stelzl.

Bio-Olympiade in England: Junger Penzberger holt Silber

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Paul Bunk (16)  aus Penzberg ist mit einer Silbermedaille von der Biologie-Olympiade im englischen Coventry zurückgekehrt – einem Wettbewerb der weltweit besten Bio-Schüler.

Der 16-jährige Gymnasiast Paul Bunk bildete mit drei weiteren Jugendlichen das deutsche Team, das auch insgesamt hervorragend abschnitt: Im inoffiziellen Medaillenspiegel landeten die vier jungen Deutschen unter 68 Nationen auf dem siebten Platz – hinter China, Singapur, Taiwan, Südkorea, USA und Russland.

Es sei „eine sehr schöne Woche“ gewesen, erzählt Paul Bunk nach seiner Rückkehr. „Mit einem straffen Programm, aber auch viel Freizeit.“ Straff war das Programm bei dem internationalen Bio-Wettbewerb in jedem Fall. Zuerst hatten sich die Jugendlichen in drei praktischen Klausuren von je zwei Stunden mit Botanik, Biochemie und Entwicklungsphysiologie befasst. Die Aufgaben waren vielfältig: Sie mussten eine Fliegenlarve sezieren, beschäftigten sich mit biochemischen Enzymtests und Pflanzensystematik und sie bestimmten Verwandtschaftsbeziehungen anhand von genetischer Analyse und Diagnose. Nach einem Tag Pause folgte eine vierstündige Theorieklausur mit fast 100 Biologie-Fragen. Die Ergebnisse bewertete eine englische Fachjury.

Bei der Theorie-Klausur sei er mit sich zufrieden gewesen, bei den Praxis-Aufgaben hätte es besser laufen können, erzählt der junge Penzberger. Hart war vor allem der große Zeitdruck. „Ich glaube, fertig geworden ist niemand“, sagt der 16-Jährige.

Bei den Bio-Olympiaden – bisher gab es 28 – geht es aber nicht nur um den Wettbewerb. Ein Ziel ist auch, Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammenzubringen. Über Biologie gesprochen habe man höchstens kurz nach den Klausuren, erzählt der junge Penzberger. Ansonsten waren es ganz normale private Unterhaltungen – zum Beispiel über die Länder, aus denen die jungen Teilnehmer kamen. Zwei Tage blieben auch für Ausflüge: zum mittelalterlichen Warwick Castle sowie zur Kathedrale und zum Transportmuseum von Coventry.

Zum deutschen Team gehörten auch Johannes Gigla (17) aus Lübeck, der eine Goldmedaille gewann, sowie Rebecca Zierold (18) aus Jena und Jonas Vetter (18) aus Potsdam, die wie Paul Bunk eine Silbermedaille holten. Die Vier hatten sich zuvor in vier nationalen Auswahlrunden unter mehr als 1750 Jugendlichen für das Finale in Großbritannien qualifiziert. Die Vorrunden wurden vom „Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik“ (IPN) in Kiel organisiert. Paul Bunk hofft natürlich, sich auch für die nächste Olympiade zu qualifizieren. „Ich versuche es jedenfalls“, sagt er. Dieses Biologie-Finale findet in einem Jahr im Iran statt.

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