„Stadt hat die Tür zugeschlagen“

Penzberger Bürgerinitiative ärgert sich über Rathaus-Antwort

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Die Bürgerinitiative „Kein Hotel am Hubersee“ fühlt sich vor den Kopf gestoßen. Auf eine Anfrage, die sie ans Penzberger Rathaus gestellt hatte, bekam die Initiative eine Antwort, die sie als unsensibel und aggressiv bezeichnet.

Penzberg – Nicht ernst genommen fühlt sich die Bürgerinitiative „Kein Hotel am Hubersee“ von der Stadt Penzberg. Sie hatte vergangene Woche die Bitte an das Rathaus gerichtet, den beauftragten Moderator zur strikten Neutralität zu verpflichten und bei einem ersten Treffen in Anwesenheit von Medien und Stadtratsmitgliedern die grundsätzliche Vorgehensweise und die Garantien für Neutralität zu beschließen. Nun erhielt die Initiative die siebenzeilige Antwort aus dem Rathaus – und mit dieser ist sie nicht einverstanden.

In dieser Antwort bestätigt Geschäftsleiter Roman Reis im Auftrag der Bürgermeisterin erstens den Eingang des Schreibens. Er kündigt zweitens an, dass die Stadt die „Initiative – wie schon immer geplant – in den Dialog einbeziehen“ werde und fügt an: „Wir freuen uns, dass auch die Bereitschaft der Initiative hierzu besteht.“ Der vierte und letzte Satz: „Wann, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen dies geschieht, mögen Sie bitte dem Stadtrat beziehungsweise der ausführenden Stadtverwaltung überlassen.“ Auf die Bitte um Moderatoren-Neutralität geht die Antwort nicht ein.

Die Initiative spricht nun in einem Retour-Schreiben ans Rathaus von einer unsensiblen und aggressiven Antwort. Man sei „sehr erstaunt, wenn nicht gar entsetzt“. Dies sei keine Reaktion auf die Bitte „nach einem neutralen Dialog auf Augenhöhe“, erklärte die Initiative, die als „gleichberechtigter Partner“ angesehen werden will. Sie wirft der Stadt vor, „die Tür für einen konstruktiven Dialog zugeschlagen“ zu haben. 

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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