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CSU-Chef Nick Lisson (Mitte) präsentierte die zwei Bewerber um die CSU-Bürgermeisterkandidatur, Michael Schmatz (l.) und Stefan Korpan (r.).

Bürgermeisterkandidat in Penzberg: CSU-Duell auf die harmonische Art

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Die beiden CSU-Bewerber um die Bürgermeisterkandidatur in Penzberg, Stefan Korpan und Michael Schmatz, haben sich am Donnerstagabend der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei stand eher Harmonie im Vordergrund – zumindest was das innerparteiliche Duell betrifft.

Penzberg – Die Namen der beiden Bewerber hatte die CSU bereits im Laufe des Donnerstags bekannt gegeben (wir berichteten). Am Abend folgte dann ihr erster öffentlicher Auftritt – vor CSU-Mitgliedern, Pressevertretern und einer Kamera, die die Worte live auf Facebook ausstrahlte. Über den jeweiligen Mitbewerber gab es dabei weder ein schlechtes Wort noch eine Anspielung. Eine geradezu „widerliche Harmonie“, scherzte CSU-Chef Nick Lisson, der zwischen beiden saß. Die Kandidaten schätzten sich und hätten zugesichert, dass der jeweils Unterlegene für die Stadtratsliste zur Verfügung stehe, so Lisson. Was beide bestätigten. Die zwei Kandidaten werden nun für sich werben, in erster Linie innerparteilich, aber auch öffentlich. Am 1. Juni soll eine CSU-Mitgliederversammlung entscheiden, wen die CSU als Kandidaten in die Bürgermeisterwahl 2020 schickt.

Der gebürtige Penzberger Stefan Korpan (35) sagte, der Entschluss, zu kandidieren, habe sich über die Zeit entwickelt, in Gesprächen mit Bekannten und Freunden, bei denen sich zeigte, dass ihnen in Penzberg vieles nicht gefalle. Man dürfe aber nicht nur granteln, sagte Korpan, der Polizeibeamter in Penzberg ist. So habe er den Weg in die CSU gefunden. 2018 trat er der Partei bei. Jetzt sei der Schritt gekommen, etwas zu bewegen, sagte er. Als für ihn wichtige Punkte nannte er: einen auf die Zukunft ausgerichteten Flächennutzungsplan, bezahlbaren Wohnraum, ein Nachtleben mit Disco und Bar für die Jugend, attraktive Angebote für den Mittelstand und eine Unterstützung des Vereinslebens. Sich selbst beschrieb der ESV-Fußballtrainer als „Teamplayer“. Und seine Art sei es, ehrlich zu sein, was für den Gegenüber manchmal unangenehm sein könne. „Aber das ist der einzig richtige Weg.“ Zur Frage, was ihn zum Verwaltungschef einer Stadt befähige, sagte Korpan, als Polizeibeamter sei er auch Verwaltungsfachwirt. Es werde ein neuer Aufgabenbereich; da gelte es zu lernen, Und er könne Leute motivieren.

Michael Schmatz (57), der seit 1986 der CSU angehört und seit 2006 in Penzberg lebt, sagte, er sei zwölf Jahre Mitglied im Münchner Bezirksausschuss Sendling-Westpark gewesen, zeitweise als Vize-Fraktionschef der CSU. Das war in einer Zeit, als um den Tunnel beim Luise-Kiesselbach-Platz gekämpft wurde. „Ich habe da relativ viel gelernt“, sagte Schmatz. „Ich möchte als Bürgermeister gestalten, wie ich es im Bezirksausschuss gemacht habe.“ Wichtig sei ihm Bürgerbeteiligung, wobei er den Hotel-Dialog in Penzberg als schlechtes Beispiel („etwas durchsichtig“) darstellte. Ihm schwebe ein Bürgerhaushalt mit einem Budget vor, für das die Bürger Vorschläge einreichen. Als weitere Punkte nannte der Sozialversicherungsfachwirt, Wohnungsgenossenschaften zu fördern, mehr in die Digitalisierung der Schulen („Laptop-Klassen“) zu investieren und eine lebendige Bahnhofstraße. Zugleich möchte sich der CSA--Kreisvorsitzende nicht auf einen reinen Vertreter des Arbeitnehmerflügels in der CSU reduziert sehen. „Ich bin für alles offen. Geht es den Unternehmen gut, geht es auch den Arbeitnehmern gut.“

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