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CSU-Bürgermeisterkandidat Stefan Korpan (l.), ihm gratuliert Michael Schmatz nach der Wahl.

Kommunalwahl 2020

Das Duell: CSU Penzberg wählt Bürgermeisterkandidaten - diese Ziele hat Stefan Korpan

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Die CSU in Penzberg hat Stefan Korpan zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt - das Ergebnis war deutlich.

Penzberg - Stefan Korpan geht für die Penzberger CSU als Bürgermeisterkandidat ins Rennen um das Rathaus. Der Polizeibeamte (35) wurde am Samstag vom Ortsverband nominiert. Er gewann das Duell deutlich gegen seinen Mitbewerber Michael Schmatz.

Die Penzberger CSU war am Samstag mit zwei Bewerbern in die Kür ihres Bürgermeisterkandidaten gegangen. Das Ergebnis der geheimen Wahl war deutlich: Bei der Abstimmung im kleinen Saal der Stadthalle vereinte Stefan Korpan 24 Stimmen auf sich, Michael Schmatz (57) nur zwei Stimmen. Ein Wahlzettel war ungültig. Korpan ist damit der erste offizielle Herausforderer von Amtsinhaberin Elke Zehetner (SPD). Gerechnet wird damit, dass es insgesamt sechs Kandidaten für die Kommunalwahl im März 2020 geben wird. Auch BfP, Grüne, FLP und FDP wollen Kandidaten ins Rennen schicken – zumindest haben sie diese Absicht geäußert.

CSU-Bürgermeisterkandidat Korpan rechnete nicht mit so deutlichem Ergebnis 

Er habe nicht damit gerechnet, dass die Abstimmung so eindeutig ausfällt, sage der frisch gebackene CSU-Bürgermeisterkandidat nach der Wahl. Das klare Ergebnis, so Stefan Korpan, sei ein „schöner Rückhalt“. Er freue sich, dass er überzeugen konnte. Wieso die Wahl auf ihn fiel, könne auch daran liegen, dass viele Mitglieder im CSU-Ortsverband einen jüngeren Kandidaten wollten und er ein gebürtiger Penzberger sei, mutmaßte Korpan. Der 35-Jährige ist verheiratet, hat zwei Töchter und wird in Kürze zum dritten Mal Vater. Er ist ausgebildeter Zimmerer und hat ein Semester Architektur studiert, bevor er vor zwölf Jahren zur Polizei ging. Heute ist Korpan Polizeihauptmeister und arbeitet in der Penzberger Inspektion, wo er auch Jugendkontaktbeamter ist. Bekannt ist der Hobbybrauer ebenso als Fußballtrainer der ersten ESV-Mannschaft.

Bürgermeisterwahl 2020 in Penzberg: Duell zweier Bewerber

Die Penzberger CSU hatte diesmal einen ungewöhnlichen Weg für die Kandidatensuche gewählt. Der Vorstand stellte Ende Januar Stefan Korpan und Michael Schmatz als Bewerber vor. Beide warben seither für sich sowohl intern als auch öffentlich bei einer „Zuhörtour“. In „völliger Harmonie“, wie CSU-Chef Nick Lisson am Samstag betonte. Beide hätten sich darauf verständigt, dass der jeweils Unterlegene für den Stadtrat kandidieren wird. Lisson teilte in dem Zusammenhang einen Seitenhieb auf die SPD und deren Doppel-Nominierung Zehetners aus: „Der SPD hat es so viel Spaß gemacht, dass sie gleich zwei Mal nominiert hat.“

Am Samstag erhielten Korpan und Schmatz noch einmal die Möglichkeit, den CSU-Mitgliedern ihre Vorstellungen vorzutragen – wobei sich die Inhalte großteils deckten. Beide hatten sie zuvor zusammen diskutiert. Korpan, der seit einem Jahr der CSU angehört, stellte voran, dass er die Stadt sehr gut kenne („Ich spüre den Puls“) und ein „Teamplayer“ sei („Als erstes werde ich den Zusammenhalt in Stadt, Stadtrat und Stadtverwaltung wiederherstellen“), er sich aber auch durchsetzen könne.

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CSU-Kandidat Korpan in Penzberg: „Zeit für einen Wechsel“

Wie Schmatz kündigte Korpan die Gründung einer neuen Wohnungsbaugenossenschaft an, die für bezahlbaren Wohnraum sorgt. Er kritisierte den Verkauf des Seniorenzentrums und versprach mehr Bürgerbeteiligung. Schmatz hatte in dem Zusammenhang von einem Bürgerhaushalt gesprochen, den Korpan aber nicht erwähnte. Beim Thema „Ökologie“ nannte er alternative Energien und sprach davon, dass es wichtig sei, auch etwas im Kleinen zu tun („Blumen auf städtischen Wiesen“). Ebenso versprach Korpan einen Ausbau des Radwegenetzes und Unterstützung für Vereine, wobei er Probleme von Schwimmverein und Wasserwacht ansprach, wenn das Wellenbad abgerissen wird. Als Bürgermeister, sagte Korpan, wolle er „lieber weniger Versprechen“ geben, die er dann aber halten werde. Er wisse, er könne es nicht jedem Bürger Recht, aber er könne es ihm verständlich machen. „Bürgermeister zu sein bedeutet, überparteiliche Lösungen zu finden.“ Er werde, gemeinsam mit dem Stadtrat daran arbeiten. „Es ist Zeit für einen Wechsel in Penzberg“, schloss Korpan. 100 Jahre SPD seien genug.

++Erstmeldung vom Samstag++

Penzberg - Der CSU-Ortsverband in Penzberg kam am späten Samstagnachmittag zu seiner Aufstellungskonferenz für den Bürgermeisterkandidaten zusammen. Zur Wahl standen Stefan Korpan (35) und Michael Schmatz (57). Beide waren vor Monaten vom Ortsvorstand für das parteiinterne Duell nominiert worden.

Das Ergebnis der Abstimmung war deutlich: Auf Stefan Korpan entfielen 24 Stimmen, auf Michael Schmatz 2 Stimmen. Eine Stimme war ungültig. Er habe selbst nicht mit so einem deutlichen Ergebnis gerechnet, sagte Korpan im Anschluss.

Vor vier Monaten wurden beide Bewerber ins Rennen geschickt: Bürgermeisterkandidat in Penzberg: CSU-Duell auf die harmonische Art.

Lesen Sie auch: Amtsinhaberin Elke Zehetner war von der SPD im Mai nominiert worden

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