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In der SPD gibt es einen parteiinternen Herausfordeerer

Bürgermeisterwahl in Penzberg: SPD-Herausforderer für Elke Zehetner

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Der Penzberger SPD steht eine Kampfabstimmung über ihren Bürgermeisterkandidaten bevor. Andreas Vetter (40) will bei der SPD-Nominierungsversammlung die amtierende Rathaus-Chefin Elke Zehetner herausfordern.

Penzberg – In der SPD rumort es, seit die SPD-Spitze im vergangenen November beschlossen hat, Amtsinhaberin Elke Zehetner als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl im Jahr 2020 vorzuschlagen. Zuerst trat der parteilose Markus Bocksberger aus der SPD-Fraktion aus. Dann kündigte die ehemalige Stadträtin Ursula Schoierer ihren (bislang nicht vollzogenen) Parteiaustritt an. Schoierer hatte damals unter anderem kritisiert, dass Zehetner nicht der SPD angehört, und zugleich erklärt, sie warte noch ab, ob es „jemanden gibt, der Pläne hat“. Soll heißen: ob ein Bewerber bei der SPD-Nominierung gegen Zehetner antritt.

Diesen Bewerber gibt es nun: Andreas Vetter, aufgewachsen in Penzberg, 40 Jahre alt und seit 2001 Mitglied in der SPD. Er habe den Penzberger SPD-Vorsitzenden Bayram Yerli am Silvestertag über seine Bewerbung um die SPD-Bürgermeisterkandidatur informiert, erklärte er. Kurz vor dem gestrigen SPD-Neujahrsempfang bestätigte er die Bewerbung auch gegenüber unserer Zeitung. Bei der SPD-Nominierungsversammlung in diesem Jahr werden die SPD-Mitglieder also darüber abstimmen, ob sie die Amtsinhaberin Elke Zehetner oder ihren Herausforderer Andreas Vetter in die Wahl des nächsten Bürgermeisters im Jahr 2020 schicken.

Andreas Vetter ist Rechtsanwalt und hat eine Kanzlei in Penzberg, die auf Arbeitsrecht, Familienrecht und Strafrecht spezialisiert ist. Auf seiner Internetseite hatte er zuletzt verklausuliert angekündigt, dass er „aufgrund persönlicher Veränderungen und Zukunftsplanungen“ bis auf Weiteres keine neuen Vorgänge annehme. In den vergangenen Jahren war Andreas Vetter in der Penzberger Kommunalpolitik nicht aktiv. Als 23-jähriger Jurastudent kandidierte er allerdings im Jahr 2002 schon einmal auf Platz 23 der SPD-Liste für den Penzberger Stadtrat, schaffte den Sprung ins Gremium aber nicht. Sein Großonkel zweiten Grades war Ernst Vetter, einst Mitbegründer der SPD in Bayern und in den Fünfzigerjahren Innenstaatssekretär im bayerischen Kabinett Hoegner.

Zum SPD-Neujahrsempfang am Sonntag erschien Andreas Vetter an der Seite von Ursula Schoierer. Das Wort ergriff er in der Stadthalle nicht. Vetter hielt sich im Hintergrund. Auf Nachfrage unserer Zeitung versuchte er zugleich den Eindruck zu vermeiden, die Konfrontation zu suchen. „Ich habe nichts persönlich gegen Frau Zehetner“, erklärte er. „Ich sehe mich nicht als Gegen-Kandidat, sondern als Für-Kandidat“, sagte er. „Mir geht es um die Erneuerung der SPD.“ Vetter erklärte, er sehe sich als Teil der bundesweiten Erneuerungsbewegung innerhalb der Partei. Er wolle, zitierte er die SPD-Grundsätze, Menschen verschiedener Glaubens- und Denkrichtungen vereinen und bekenne sich zu Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität, zu gesellschaftlicher Gleichheit von Mann und Frau und zur Bewahrung der natürlichen Umwelt.

Befragt nach den Chancen, die er sich bei der Nominierung ausrechnet, sagte Vetter: „Ich glaube, sie sind recht gut. Sonst würde ich es nicht machen.“ " Penzberg

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