Bund Naturschutz: Nein zu neuem Hotel-Standort

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Der Bund Naturschutz in Penzberg hat gegen die Idee, oberhalb des Badesees auf Gut Hub den Bau eines Hotels zu erlauben, klar Position bezogen.

Penzberg - Man sehe die „Hotel-Pläne des Rathauses zwischen der Seeshaupter Straße und dem Kirnbergsee kritisch“, erklärte der örtliche Bund Naturschutz in einer Mitteilung. Wie berichtet, gibt es im Rathaus – zweieinhalb Jahre nach dem verlorenen Bürgerentscheid – Überlegungen, ein Hotel einige hundert Meter weiter westlich vom abgelehnten Standort zu ermöglichen. Angeblich haben sich schon Interessenten gemeldet. Der Standort, der jetzt in den Blick gerückt ist, befindet sich oberhalb des Badesees und des Kiosks an der Zufahrt von der Seeshaupter Straße zu Gut Hub.

Aus Sicht des Bund Naturschutz wäre „die Bebauung und Zubetonierung der Wiese nördlich des Kirnbergsees“ ein „schwerer und schmerzlicher Eingriff in das bisher unverbaute Naherholungsgebiet und die wertvolle Naturlandschaft, die in ihrer Gesamtheit für die Penzberger Bürger erhalten bleiben sollte.“ Die Naturschützer befürchten außerdem, dass sich „die Investoren des Luxushotels“ mit der begrenzten Fläche nicht zufriedengeben könnten. Der Bund Naturschutz sieht die Eichenallee südlich der Wiese in Gefahr und sorgt sich, dass der Zugang zum Badesee eigens für die Hotelgäste erweitert werden könnte. Damit, so schreibt er in seiner Mitteilung, würde in die bestehenden Ausgleichsflächen der Stadt zur ökologischen Aufwertung eingegriffen.

Die Penzberger Naturschützer befürchten auch langfristige Folgen eines Hotel-Baus an der Stelle. Da die Gewinninteressen der Investoren bei einem solchen Projekt im Vordergrund stehen, drohe das Hotel ein „Einfallstor für eine weitere kommerzielle Nutzung des Gut-Hub-Areals und einen Event-Tourismus bis hin zum Gut Vordermeir zu werden“, schreibt die Ortsgruppe um ihre Vorsitzende Hannelore Jaresch. Folgen wären in ihren Augen eine Zunahme des Verkehrs, die Versiegelung weiterer Flächen für Parkplätze, der Verkehrstod wandernder Amphibien und die Störung der Tierwelt unter anderem durch Lärm und Licht. „Die Ruhe dieses einzigartigen Naherholungsgebiets für die Penzberger Bürger wäre Vergangenheit“, schreibt der Bund Naturschutz und fügt an: „Dies zu verhindern war die klare Absicht der einstigen Stadtväter Penzbergs, als sie die Fläche in den Besitz der Stadt brachten.“ Zuletzt verweist die Gruppe auf den Landschaftsplan der Stadt. Darin stehe, dass mit der aktuellen Kapazität „das Erholungsgebiet in diesem empfindlichen Landschaftsraum ausgelastet“ sei. Außerdem, so die Naturschützer, heiße es unter „Maßnahmen zur Ortsentwicklung“, dass „keine Erweiterung des Campingplatzes und keine Ausweisung der sonstigen Erholungsnutzung stattfinden“ solle.

Rubriklistenbild: © dpa

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