Ein Verkaufsstand auf dem Christkindlmarkt im Jahr 2018. In welcher Form es einen solchen Markt zu Corona-Zeiten geben kann, steht noch nicht fest. Pläne gibt es aber.
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Ein Verkaufsstand auf dem Christkindlmarkt im Jahr 2018. In welcher Form es einen solchen Markt zu Corona-Zeiten geben kann, steht noch nicht fest. Pläne gibt es aber.

Erste Ideen, wie es klappen könnte

Penzberg will es meistern: Christkindlmarkt trotz Corona-Krise?

  • Franziska Seliger
    VonFranziska Seliger
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Trotz Corona-Pandemie soll es auch heuer einen Christkindlmarkt in Penzberg geben. Eine Entscheidung soll zwar erst Anfang Oktober fallen. Ideen zur Umsetzung gibt es aber bereits.

Penzberg – Er ist überregional weithin bekannt und lockt jedes Jahr tausende Besucher an: Der altbayerische Christkindlmarkt in Benediktbeuern. Wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr wurde der beliebte Markt bereits Anfang September abgesagt. Ein gleiches Schicksal ereilte den Tegernseer Adventszauber. Auch er wurde coronabedingt bereits abgesagt. Doch in Penzberg soll der Christkindlmarkt stattfinden – wenn auch natürlich anders als in den Vorjahren.

„Wir warten nur noch auf grünes Licht vom Landratsamt“, sagt Monika Schmid-Schlaich, die den Markt seit rund zwölf Jahren organisiert, auf Nachfrage. Ein Hygienekonzept liege der Behörde bereits vor. Am 5. Oktober erwartet Schmid-Schlaich eine Stellungnahme vom Landratsamt, ob der Penzberger Weihnachtsmarkt stattfinden kann oder nicht. Schmid-Schlaich ist aber optimistisch, dass die Antwort positiv ausfällt.

Erste Ideen, wie der Weihnachtsmarkt aussehen könnte

Zwar ist angesichts steigender Infektionszahlen eher unwahrscheinlich, dass Großveranstaltungen im Dezember wieder erlaubt sein werden. Deshalb muss man sich den Penzberger Weihnachtsmarkt 2020 schon anders vorstellen als in den Vorjahren. „Gleich ist gar nichts“, sagt Schmid-Schlaich. Konkretes will sie zwar noch nicht sagen, um der behördlichen Entscheidung nicht vorzugreifen und um bei den Vereinen keine verfrühten Hoffnungen zu wecken. Erste Ideen sehen aber vor, die weihnachtlichen Buden „so gut es geht in der ganzen Innenstadt zu verteilen“.

Dort ihre Waren verkaufen sollen vorrangig die Penzberger Vereine, betont Schmid-Schlaich – und zwar möglichst viele Vereine aus der Stadt. Sie hätten arg unter der Corona-Pandemie zu leiden und müssten dringend unterstützt werden, findet die Organisatorin. Sollten dann noch Stände frei sein, kämen Gewerbetreibende aus der Stadt zum Zuge.

Auch auswärtige Vereine fragen an

Wie Schmid-Schlaich sagt, hat sie in den vergangenen Wochen bereits sehr viele Anfragen auch von auswärtigen Vereinen gehabt, die gerne mit einem Stand am Penzberger Adventsmarkt vertreten wären; zum Beispiel aus Benediktbeuern, wo der Markt bereits abgesagt wurde. Doch mit den Penzberger Interessenten sei der Markt schon voll, vermutet die Organisatorin. Geplant sei, den Markt an zwei Tagen stattfinden zu lassen. Dadurch würden sich die Besucherzahlen besser verteilen.

Wie Bürgermeister Stefan Korpan auf Nachfrage sagte, könnte aus seiner Sicht ein dezentraler Christkindlmarkt in der Stadt eine Lösung sein. Näheres werde bei einer Bürgermeister-Dienstbesprechung Anfang Oktober erörtert.

Er persönlich könne sich vorstellen, statt der 50 Buden beim regulären Markt wenigstens rund 15 Stände über die Stadt zu verteilen und über einen längeren Zeitraum stehen zu lassen. Abwechselnd könnten sie von Penzberger Vereinen betrieben werden. „Damit jeder Verein dran kommt.“

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