Coronavirus in Penzberg: Roche entwickelt Antikörper-Test - im Mai soll er vorliegen
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Das Roche-Werk in Penzberg.

Schlüssel zur Lockerung der Auflagen?

Coronavirus: Roche in Penzberg entwickelt Antikörper-Test - im Mai soll er vorliegen

Roche hat angekündigt, im Mai einen Antikörpertest auf das Coronavirus auf den Markt zu bringen. Entwickelt wurde er am Biotchechnologiestandort Penzberg.

  • Das Pharmaunternehmen Roche steht nach eigenen Angaben kurz vor dem Marktstart mit seinem Antikörpertest auf das Coronavirus.
  • Der neue blutbasierte Test wird am Biotechnologiestandort Penzberg entwickelt.
  • Zuverlässige Tests gelten als Schlüsselelement zur Lockerung der strikten Coronavirus-Auflagen

Penzberg/Basel - Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche steht nach eigenen Angaben kurz vor dem Marktstart mit seinem Antikörpertest auf das Coronavirus Sars-CoV-2. Der Test werde Anfang Mai zur Verfügung stehen, und die monatliche Produktionskapazität werde ab Juni auf einen zweistelligen Millionenumfang hochgefahren, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Basel bei Vorlage seiner Bilanz für das erste Quartal des Geschäftsjahres mit.

Coronavirus: Neuer Antikörpertest wurde in Penzberg entwickelt

Wie das Unternehmen mitteilte, wird der neue blutbasierte Test am Biotechnologiestandort Penzberg entwickelt. Die Produktion aller notwendigen Reagenzien, Enzyme und Einsatzstoffe für diesen Test würden in Penzberg und Mannheim erfolgen.

Zuverlässige Tests sind bedeutsam für Lockerung der Corona-Auflagen

Zuverlässige Tests gelten als Schlüsselelement zur Lockerung der strikten Coronavirus-Auflagen, die die Wirtschaft weltweit scharf eingeschränkt haben. Wer Antikörper hat, gilt zumindest vorübergehend als immun gegen das Virus und könnten ohne Gefahr für sich und andere wieder am öffentlichen Leben teilnehmen. Wenn bei getesteten Menschen Antikörper nachgewiesen werden, heißt das, sie kamen mit dem Virus in Berührung, auch wenn sie nie Krankheitssymptome hatten. Das dürfte bei vielen Menschen der Fall sein, glauben Virologen.

Bisherige Antikörpertests gelten als wenig zuverlässig. „Qualität braucht Zeit“, sagte Roche-Chef Severin Schwan. Das Unternehmen arbeitet nicht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Roche steigerte dem Umsatz im ersten Quartal um zwei Prozent auf 15,1 Milliarden Franken. Dazu hätten vor allem neuere Medikamente beigetragen, hieß es. Zu konstanten Wechselkursen betrug die Zunahme sieben Prozent. Eine solche Entwicklung sei auch für den Rest des Jahres zu erwarten, so das Unternehmen.

dpa/wos

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