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Das Gelände des ehemaligen Edeka-Lagers.

Nach Planungsstopp  

CSU: Stadt soll sich Vorkaufsrecht für Edeka-Areal sichern

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Die CSU-Fraktion will, dass die Stadt Penzberg das Edeka-Areal kauft und zu einem Stadtviertel mit Wohnungen, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen entwickelt.

Penzberg – Die Penzberger CSU-Fraktion will, dass die Stadt das Edeka-Areal kauft und zu einem Stadtviertel mit Wohnungen, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen entwickelt. Einen entsprechenden Antrag reichte sie jetzt im Rathaus ein. Die CSU-Fraktion greift damit eine Debatte auf, die kurz nach dem Planungsstopp im Stadtrat aufkam. Wie berichtet, hatten im Juli mehrere Fraktionen die Idee ausgesprochen, das Gelände zu kaufen, nachdem der Projektentwickler seine Bauanträge für Fachmärkte und Discounter zurückgezogen hatte.

Die Planung für das Gelände, so Fraktionsvorsitzende Christine Geiger, könne nun „auf Anfang gestellt werden“. Dabei „muss das ausschließliche Interesse Penzbergs in den Vordergrund gestellt werden“, fordert sie. Ihre Fraktion sieht darin eine „einmalige Chance, ein Stadtviertel in bester Lage auf dem Reißbrett entstehen zu lassen, Stadtentwicklung für die Menschen zu gestalten, weg von den überall gleich aussehenden Einheitsbauten“. Nur wenige Städte in Bayern seien in der glücklichen Situation, „ein so großes, unentwickeltes Areal gestalten zu können“, wirbt Geiger. „Penzberg sollte diese Chance nutzen.“

Die CSU-Fraktion kritisiert in ihrem Antrag, dass sich der Blick auf das Edeka-Areal über Jahre hinweg auf Handel, allenfalls noch Gewerbe, „bei einer vergleichsweise niederen Ausnutzung“ konzentriert habe. Bauland, argumentiert Geiger, sei zu kostbar, um es nur auf einer Ebene zu nutzen. Sie spielt damit auf die ursprünglichen Fachmarkt- und Discounter-Pläne an. Die CSU-Fraktion könnte sich auf dem Gelände Wohnungen („Der Druck auf den Wohnungsmarkt wächst“) und drigend benötigte „Flächen für unsere Handwerker und Gewerbetreibenden“ vorstellen.

In ihrem Antrag schlägt die Fraktion vor, für das Gebiet zwischen Zibetholzweg und Henlestraße einen städtebaulichen Wettbewerb auszuschreiben und für das neue Stadtviertel eine Nutzung für „Wohnen, Handel, Gewerbe und Dienstleistung unter einem Dach anzustreben“. Die Verwaltung, so die CSU, sollte für das Gelände ein Vorkaufsrecht zugunsten der Stadt sichern und vorsorglich eine Veränderungssperre erlassen. Außerdem schlägt sie einen neutralen Arbeitstitel vor: nicht mehr Edeka-Areal sondern zum Beispiel „An der Berghalde“. 

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