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Bauland-Vorschlag: Die vorgeschlagene Fläche liegt zwischen den Ortsteilen Reindl (links) und Untermaxkron (rechts). Die rote Linie zeigt den verkleinerten Umgriff, den das Stadtbauamt skizziert hat und einen Abstand zu Untermaxkron lässt. Die von Grundstückseigentümern beantragte Baulandausweisung umfasst zusätzlich noch den schwarz umränderten Bereich bei Untermaxkron.

Debatte um Wohnhäuser: Bauland zwischen Reindl und Maxkron?

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Der Penzberger Stadtrat hat sich mit dem Wunsch von Grundstückseigentümern befasst, eine Fläche zwischen den Ortsteilen Reindl und Untermaxkron mit Wohnhäusern zu bebauen. Die Ansichten waren allerdings gespalten. Eine Mehrheit stimmte gegen einen Bebauungsplan. Vom Tisch ist die Sache damit aber nicht.

Penzberg – Das Areal grenzt zum Teil nördlich an Reindl an, zum Teil liegt es zwischen Reindl und Untermaxkron. Eigentümer hätten sich in einem Schreiben an die Stadt gewandt und beantragt, dort Bauland auszuweisen, teilte Stadtbaumeister Justus Klement im Stadtrat mit. Sie hätten zugleich 40 Prozent der Baufläche für ein Einheimischen-Modell angeboten, mehr als die städtischen „SoBon“-Richtlinien fordern.

Normalerweise müsste dafür zuerst der Flächennutzun

gsplan geändert werden. Klement zeigte jedoch einen anderen Weg auf: über ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren gemäß Paragraf 13b des Baugesetzbuches. Darin geht es um Bebauung im Außenbereich. Voraussetzung ist laut Klement unter anderem, dass das Bebauungsplanverfahren bis Ende 2019 eingeleitet ist und die tatsächliche Grundflächenzahl der Häuser nicht mehr als 10 000 Quadratmeter beträgt. Klement legte dazu eine eigene Skizze vor, in der das Bauland nicht ganz bis Untermaxkron reicht. Seine Rechnung: Von dem zirka 4,5 Hektar großen Umgriff (vorher 5 Hektar) bliebe – unter anderem nach Abzug von Verkehrs- und Grünflächen, Garagen und Nebengebäuden – eine reine überbaubare Grundfläche von 7500 Quadratmetern. Was es erst in der Diskussion hieß: Die Antragsteller würden nicht alle Grundstückseigentümer des Vorschlags repräsentieren; mit dem Rest müsste erst noch gesprochen werden.

Im Stadtrat stieß der Vorschlag auf unterschiedliche Reaktionen. Thomas Keller sagte, dass seine SPD-Fraktion den Vorschlag „zum heutigen Tag ablehnen“ werde, auch wenn man gerade eben erst den Antrag gestellt habe, potenzielle Wohnbauflächen in Penzberg zu suchen. Er glaube nicht, sagte Keller, dass die schätzungsweise 60 bis 70 Einfamilienhäuser, die dort Platz hätten, jenen Geringverdienern zugutekommen, auf die man ihm zufolge abzielt. Keller plädierte, das Augenmerk auf innerstädtische Flächen zu legen. Ein für alle Mal ausschließen wollte er eine Bebauung zwischen Reindl und Untermaxkron allerdings nicht.

Ein klares Nein kam von den Grünen-Vertretern Johannes Bauer und Kerstin Engel. Bauer pochte darauf, dass das städtische Entwicklungskonzept (ISEK) dort einen Grüngürtel vorsieht. „Wenn wir ihn verringern, ist der Name Grüngürtel nur noch ein Feigenblatt.“ Der Siedlungsdruck auf Penzberg, so Bauer, könnte auch durch 80 neue Wohnungen an dieser Stelle nicht gemindert werden. „Wir haben innerstädtisch noch so viele Flächen, auf denen man sinnvoller bauen kann“, fügte seine Fraktionskollegin Engel an.

Anders sah dies Armin Jabs von der BfP-Fraktion. „Man muss mutig sein“, sagte er. „Wir haben einen wahnsinnigen Siedlungsdruck, wir brauchen Wohnraum.“ Nicht gelten lassen wollte Jabs das Argument mit den Geringverdienern. Wer auf dem Areal nicht bauen dürfe, nehme den Geringverdienern den Wohnraum woanders weg. Das „einzige Problem“ sah Jabs in der Verkehrssituation: „Die Staatsstraße ist schlecht ausgebaut, da müsste man sich etwas überlegen.“ Seine Fraktionskollegen Manfred Reitmeier und Wolfgang Sacher drängten auf schnelles Handeln. Positiv äußerte sich auch Jack Eberl (FLP). Er plädierte für einen Grundsatzbeschluss, „um den Bauwerbern zu zeigen, dass etwas vorangeht“. Über die „SoBon“- Regelung könne die Stadt auch die Kosten für Erschließung und Infrastruktur wieder hereinholen, sagte Eberl.

Vorsichtig äußerte sich die CSU-Fraktionschefin Christine Geiger („Das ist ja größer als Kirnberg“). Eine Dreiviertelstunde sei zu kurz, um die Sache zu behandeln. Sie plädierte, den Vorschlag gut zu prüfen, insbesondere auch, ob alle die „SoBon“-Vereinbarung unterschreiben. Bis dahin, so Geiger, sollte der Antrag zurückgestellt werden. Bürgermeisterin Elke Zehetner stellte die Grundsatzfrage in den Raum: Wo will Penzberg hin? Dies müsse erst geklärt werden, sagte sie.

Am Ende stimmten SPD, CSU, Grüne, Bürgermeisterin Zehetner und der fraktionslose Markus Bocksberger gegen den Start eines Bebauungsplan-Verfahrens. FLP und BfP blieben mit ihrem Ja in der Minderheit. Einig waren sich aber alle Fraktionen, den Vorschlag in die für April geplante Wohnbauflächen-Diskussion aufzunehmen.

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