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Der Preis für den schönsten Stand ging heuer – bereits zum zweiten Mal nach 2016 – an die Mitglieder der Bergwacht, die neben Kulinarischem auch Zweige und Misteln im Angebot hatten.

Gemütliches Wochenende

Doppelter Grund zur Freude in Penzberg: „Hannis Eismärchen“ trifft Weihnachtsmarkt

Gleich doppelte Gelegenheit zum Feiern hatten die Penzberger am vergangenen Wochenende: „Hannis Eismärchen“ öffnete endlich seine Pforten und der Weihnachtsmarkt lud zu einem ausgedehnten Adventsbummel ein.

Penzberg– Pünktlich zur Eröffnung brachte die Sonne die Eislauffläche auf Penzbergs Stadtplatz zum Glitzern. Erstmals startete „Hannis Eismärchen“ zeitgleich mit dem Weihnachtsmarkt. Bürgermeisterin Elke Zehetner, Johannes Ritter, Pressesprecher von Roche Diagnostics in Penzberg, und Mitglieder der Solidarität Penzberg gaben symbolisch den Startschuss für das Eislaufvergnügen, das heuer zum sechsten Mal stattfindet.

Dass die 600 Quadratmeter große Fläche heiß begehrt ist, zeigte die lange Schlange der Kinder, die auf das Kommando „Der Platz ist jetzt frei für alle“ warteten. Bürgermeisterin Elke Zehetner war es vor allem ein Anliegen, in ihren Begrüßungsworten all jenen zu danken, die zu Hannis Eismärchen wichtige Beitrage leisten: der Stadtrat, der die Kosten bewilligt hat, Lisa Nagel, die das Programm für die nächsten Wochen erstellt hat, Andi Winkler, der als Eismeister für die glatte Eisfläche sorgen wird, Christian Eberl, der Leiter des Bauhofs, dessen Mitarbeiter die letzten Tage unermüdlich im Einsatz waren sowie die Sponsoren, allen voran Roche.

Mit einem Ausschnitt aus „Grease“ eröffnete die „Solidarität“ offiziell „Hannis Eismärchen“ in Penzberg.

Johannes Ritter, Pressesprecher des Penzberger Werkes, betonte, dass dem Unternehmen viel daran liege, eine Partnerschaft mit der Stadt zu leben. Als 2014 die Idee eines Eislaufplatzes bei ihm im Büro besprochen wurde, sei er sofort begeistert gewesen. „Ein besonderes Highlight wird die Roche-Disco am 28. Dezember sein“, versprach Ritter. Und dann hieß es zuerst Bühne frei für die „Solidarität“, die statt auf Rollschuhe mit Schlittschuhen über die Eisfläche wirbelten und kurze Sequenzen aus dem diesjährigen Showprogramm „Grease“ zeigten. Eisläuferin Franziska Kettl hatte verletzungsbedingt abgesagt, werde aber versuchen, zur Schlussveranstaltung zu kommen, hieß es.

Nur wenige Minuten später füllte sich die Eisfläche vor allem mit Kindern, während auf die Erwachsenen die Schmankerlbuden rund um den Stadtplatz sowie der Weihnachtsmarkt warteten.

Riesenauswahl an verschiedenen Spezialitäten

Zahlreiche Vereine warteten mit kulinarischen Versuchungen auf. Ob deftig mit Bratwürsten, Schnupfnudeln mit Kraut, Gulaschsuppe oder Schmalzbroten, oder süß mit Crepes, Waffeln und vielen Plätzchen, die alle in heimischen Küchen gebacken und verziert, liebevoll verpackt und gespendet waren. So und durch den Einsatz vieler Ehrenamtlicher ist der Weihnachtsmarkt für die Vereine ein willkommener Zuschuss für die Kasse.

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Das breit gefächerte Angebot erstreckte sich von selbstgefertigten Adventsgestecken und -kränzen über Gefilztes, Gestricktes und Gehäkeltes bis hin zu Holzarbeiten aus einer Behindertenwerkstatt.

Schwierig war dann auch die Entscheidung, welcher Stand der schönste sei. Bürgermeisterin Elke Zehetner und Monika Schmid-Schlaich, die seit zehn Jahren den Weihnachtsmarkt organisiert, verliehen die Auszeichnung der Bergwacht, die mit Kulinarischem und mit dem Verkauf von Zweigen und Misteln seit Jahren auf dem Markt vertreten sind. Bereitschaftsleiter Robert Nagel freute sich über die Auszeichnung, die sie 2016 schon einmal erhalten hatten.

Stände fest in der Hand der Vereine

„Etwa 90 Prozent der 75 Stände werden von den Vereinen betrieben“, erläuterte Monika Schmid-Schlaich, die seit zehn Jahren den Weihnachtsmarkt organisiert. Dazu kommen Gewerbetreibende und Gastronomen aus der Stadt und einige Auswärtige, die regelmäßig auf den Penzberger Märkten vertreten sind. So entstand ein gut gemischtes Angebot.

Das Gedränge war nicht so groß wie in den früheren Jahren, da die Stände in größeren Abständen aufgebaut wurden. Möglich war dies durch die Sperrung der Bahnhofstraße von der Kirche bis zur Bürgermeister-Rummer-Straße und der Karlstraße ab Rathaus bis zur Kreuzung.

Kaum Besucher bei „Handaktiv“-Markt in der Rathauspassage

Das Wetter tat sein übrigens: trocken und kalt. Vor den Schmankerl- und Glühweinständen bildeten sich bald lange Schlangen. Und abends wurde der Bereich vor der Kirche zur Partymeile. Ein Anziehungspunkt des Weihnachtsmarkts war die „lebende Krippe“ vor der Christkönig-Kirche mit einem Ochs, einem Esel, Schafen und Hirten am Lagerfeuer. Ganz in der Nähe stand das Märchenzelt, dessen Plätze meist gut gefüllt waren und eine wohl verdiente Pause vom Trubel bot.

Weniger gut besucht hingegen war der „Handaktiv“-Markt in der Rathauspassage mit dem Bücherflohmarkt und einigen Ständen mit handgefertigten kleinen Geschenkideen. Für einen Besuch in der Passage war in den Mittagsstunden das Wetter einfach zu schön. VON ANNELIESE STEIBLI

Weitere Informationen

zum Eismärchen gibt es im Internet unter www.hannis-eismaerchen.de.

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