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Die Schauspieler Dieter Bach und Larissa Marolt spielen ihre Figuren in der Hub-Kapelle. Kameramänner filmen sie dabei.

Ein Sturm der Liebe auf Gut Hub

Ein Sturm der Liebe fegt über die Hub-Kapelle bei Penzberg hinweg. Natürlich nur bildlich. In Wirklichkeit war es teilweise sehr leise - bei den Dreharbeiten zu der Fernsehserie.

Penzberg - Still ist es an diesem Wintertag in der Hub-Kapelle in Penzberg. Und eisig kalt. Eine Frau mit einer blauen Mütze und ein Mann im dunklen Mantel sitzen auf einer Kirchenbank. Sie sprechen miteinander. Ganz leise. Was sie sagen, ist nicht zu verstehen, doch die Mimik verrät, dass es kein einfaches Gespräch ist. Plötzlich steht die Frau auf, der Mann bleibt sitzen. Wieder Stille. „Danke“, ruft plötzlich jemand im Hintergrund. Mit der Stille ist es vorbei. Menschen tragen Kameras umher, stellen einen Scheinwerfer um. Die Frau mit der blauen Mütze kehrt zurück, setzt sich auf die Bank. Eine andere Frau mit Puder und Pinsel in der Hand gesellt sich zu ihr und schminkt sie. Gleich wird jemand „Und bitte“ rufen. Und die Szene auf der Bank wird sich wiederholen. Wie das so ist bei Filmaufnahmen.

Die Hub-Kapelle hat sich vor Kurzem in ein Filmset verwandelt, für die Telenovela „Sturm der Liebe“, die seit 2005 nachmittags an den Werktagen in der ARD ausgestrahlt wird. Nicht zum ersten Mal. Dem Penzberger Ordnungsamt zufolge war das Filmteam bereits 2017 einmal vor Ort, nun ein weiteres Mal. Womöglich war es nicht der letzte Dreh. „Die Kapelle ist unsere Hochzeitskirche bei Sturm der Liebe“, sagt Regisseur Lutz von Sicherer und lacht.

Gedreht wird an diesem Donnerstag im Februar mit den Schauspielern Larissa Marolt und Dieter Bach. Nicht nur in der Kapelle ist zu sehen, dass fleißig gearbeitet wird. Auch davor ist einiges los. Lastwagen, in denen Kameras, Mikrofone und Kabel transportiert werden, stehen vor der Kapelle. Auch ein Tisch mit Thermoskannen voller Kaffee, Tee und heißem Wasser. Die Getränke helfen nicht nur gegen den Durst, sondern auch gegen die Kälte. An die Kälte gewöhne man sich nach einiger Zeit, sagt Lutz von Sicherer. Wie alle anderen auf dem Set ist er mit Mütze, Winterstiefeln und Anorak ausgestattet. Von dem Drehort auf Gut Hub zeigt er sich begeistert. „Wenn die Sonne rausbricht, sehen wir dieses wunderschöne Alpenpanorama.“ Perfekte Arbeitsbedingungen. „Wir werden hier nicht gestört“, sagt der Regisseur. Ab und zu kommen Spaziergänger vorbei, die ihre Hunde Gassi führen. „Sie fragen, wer wir sind.“ Nach einem kurzen Blick wissen einige gleich Bescheid. Die Fernsehserie ist bekannt. Lutz von Sicherer betont: „Wir werden überall sehr freundlich empfangen und begrüßt.“

Mit Wärmeeinlagen in den Handschuhen, Wärmeunterwäsche und selbstwärmenden Einlagen in den Schneestiefeln hält sich Schauspieler Dieter Bach so warm es geht. Auch der Berliner ist von der schneebedeckten Berglandschaft des Oberlands angetan. Und von der Hub-Kapelle. „Die Kapelle ist so bezaubernd, ein echtes Kleinod.“ Das Tolle an der Schauspielerei sei auch, sagt er „dass man immer wieder an unterschiedliche Orte kommt, die man so vielleicht nicht sehen würde“. Genau diese Orte für das Fernsehpublikum einzufangen, sei ein Privileg, betont Regisseur Lutz von Sicherer: „Viele Leute fahren hierher, um Urlaub zu machen.“

Info: Die Folge wird voraussichtlich am Donnerstag, 26. April, ausgestrahlt.

Text: Magdalena Kratzer

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