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Das Bild  zeigt eine mögliche Variante des Antragstellers (hier noch mit sechs statt fünf Stockwerken), die das Stadtbauamt in der Sitzung vorstellte.

Eigentümer will aufstocken

Hotel Olympia will höher hinaus

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Beim Hotel Olympia in der Penzberger Innenstadt tut sich etwas. Im Rathaus sind Pläne eingereicht worden, wonach der neue Eigentümer das Gebäude sanieren und aufstocken will. Das Ziel soll demzufolge sein, das Haus für „altersgerechtes, betreutes Wohnen“ zu nutzen. Im Erdgeschoss soll das Gebäude weiterhin eine Ladenzeile haben.

Penzberg– Das Hotel Olympia steht in Penzberg an einer prominenten Stelle: gegenüber dem Stadtplatz an der Hauptkreuzung. Es war 1969 im Zuge der Altstadtsanierung anstelle der Konsumanstalt errichtet worden. Kurz danach entstand gegenüber auch das Volksbankgebäude. Damals wurden – wenige Jahre nach der Bergwerksschließung – in der Innenstadt viele Gebäude für Neubauten abgerissen.

Im vergangenen Jahr stand das Hotel Olympia zum Kauf, seit heuer hat es einen neuen Eigentümer. In dem Haus, das im Auftrag des Eigentümers von der Firmengruppe Rohrer in München verwaltet wird, kann man immer noch Zimmer mieten. Unklar war zuletzt, wie die Zukunft des Gebäudes aussieht. Nun gibt es erste Hinweise. Bei der Stadt Penzberg ging ein Antrag ein, den Bebauungsplan mit dem Ziel zu ändern, das Gebäude zu sanieren und aufzustocken. Für die künftige Nutzung sei „altersgerechtes, betreutes Wohnen“ vorgesehen, zitierte das Stadtbauamt aus dem Schreiben. Eine Anfrage unserer Zeitung bei den Bauherrn blieb bis zum gestrigen Redaktionsschluss unbeantwortet.

Behandelt wurde der Antrag, eine Bebauungsplan-Änderung auf den Weg zu bringen, diese Woche im Penzberger Bauausschuss. Der Eigentümer will das Haus, das derzeit vier Stockwerke plus Dachgeschoss hat, auf sechs Stockwerke erhöhen. Im Erdgeschoss, berichtete Stadtbaumeister Justus Klement in der Sitzung, sei eine „attraktive Ladenzeile“ vorgesehen sowie im ersten Stock eine Fensterzeile, die an das heutige Fensterband erinnert.

Darüber wünscht der Antragsteller laut Klement drei Geschosse „mit einheitlicher Fassade“ und schließlich eine sechste Etage als oberstes Geschoss. Im Zusammenhang mit der Nutzung sprach der Stadtbaumeister von einer „Seniorenresidenz“. Die oberste Etage soll als zurückgesetztes Stockwerk mit Flachdach verwirklicht werden. Als Alternative dazu hat der Antragsteller für den sechsten Stock auch ein Satteldach-Geschoss vorgeschlagen. Das Stadtbauamt hatte in der Sitzung am vergangenen Dienstagabend keine Einwände, die Änderung des Bebauungsplans auf den Weg zu bringen. Mit einer Ausnahme: „Wir empfehlen, die Höhe um ein Geschoss zu verringern“, sagte Klement. „Dann wäre es aus unserer Sicht möglich“, erklärte er. Anstelle der gewünschten sechs Stockwerke also ein fünfstöckiges Haus, das immer noch höher wäre als das gegenüberliegende Volksbankgebäude.

Einigkeit, die Höhe auf fünf Stockwerke zu beschränken, herrschte auch im Bauausschuss. Strittig war in der Sitzung dagegen, ob die oberste Etage ein zurückgesetztes Geschoss mit Flachdach oder ein Dachgeschoss mit Satteldach werden soll. Die Abstimmung fiel mit 5 zu 3 knapp für das zurückgesetzte Flachdach-Geschoss aus. Noch nicht zur Entscheidung stand die schwierige Stellplatzfrage. Sie müsse noch geklärt werden, sagte Klement. Der Bauausschuss sprach sich zudem dafür aus, die Richtlinien zur „sozialen Bodennutzung“ (SoBon) anzuwenden. Die Empfehlungen des Bauausschusses für die Bebauungsplan-Änderung gehen nun an den Stadtrat.

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