Das wird es in diesem Winter nicht mehr geben: das Penzberger „Eismärchen“ auf dem Stadtplatz, hier ein Bild vom Dezember 2019.
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Das wird es in diesem Winter nicht mehr geben: das Penzberger „Eismärchen“ auf dem Stadtplatz, hier ein Bild vom Dezember 2019.

Wegen Corona-Infektionszahlen

Nichts wird es mit dem Ersatztermin im Februar: Penzberger „Eismärchen“ endgültig abgesagt

  • vonWolfgang Schörner
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Die Stadt Penzberg hat „Hannis Eismärchen“ auf dem Stadtplatz nun endgültig für diese Wintersaison abgesagt. Damit wird es nichts mit dem für kommenden Februar anvisierten Ersatztermin. Die Entscheidung des Rathauses war angesichts der hohen Coronavirus-Infektionszahlen erwartet worden.

Penzberg – Die Stadt Penzberg hatte einen Eismärchen-Start zuletzt auf Ende Januar verschoben, in der Hoffnung, dass sich die Corona-Situation bis dahin deutlich verbessert. Am Dienstagnachmittag teilte das Rathaus nun mit, dass die beliebte Veranstaltung „Hannis Eismärchen“ leider doch abgesagt werden müsse.

„Der aktuell geltende Lockdown sowie die derzeitigen Corona-Fallzahlen im Landkreis Weilheim-Schongau lassen eine Durchführung der Veranstaltung nicht zu“, heißt es in der Mitteilung. Die Einschränkung der sozialen Kontakte sei „derzeit das Gebot der Stunde“. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, dass „bei allen Entscheidungen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle“ stehe. Die Stadtverwaltung hofft, dass „Hannis Eismärchen“ nächsten Winter im Dezember 2021 wieder regulär stattfinden kann.

Stadt hatte Eismärchen mit Corona-Auflagen geplant

Ursprünglich hätte das „Eismärchen“ auf dem Penzberger Stadtplatz am 5. Dezember starten und bis 10. Januar dauern sollen. Dazu hatte der Penzberger Verwaltungsausschuss im vergangenen September wegen der Corona-Pandemie einige Einschränkungen beschlossen: zum Beispiel eine Grenze von 150 Schlittschuhläufern, die gleichzeitig auf dem Eis sein dürften, ein Zaun um das Gelände und ein Verzicht auf Veranstaltungen wie eine Eisdisco. Dies entsprach damals auch den Empfehlungen des Landratsamtes. Bereits Ende Oktober begann aber das „Eismärchen“-Konzept angesichts steigender Infizierten-Zahlen zu wackeln. Man müsse schauen, „ob wir es überhaupt durchführen können“, hieß es seitens des Rathauses. Sollte der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert im Landkreis von 100 Fällen je 100 000 Einwohner überschritten werden, werde es „sehr schwierig“. Die Skepsis war berechtigt: Kurz nach den Herbstferien teilte die Stadt mit, dass das „Eismärchen“ nicht im Dezember und Januar stattfinden wird. Zu dem Zeitpunkt betrug der Sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner im Landkreis 211,8.

Ersatztermin sollte von 30. Januar bis 28. Februar sein

Eine kleine Hoffnung blieb damals. Die Stadt verschob die Schlittschuh-Wochen auf 30. Januar bis 28. Februar. Als Voraussetzung wurde genannt, dass die Corona-Zahlen bis dahin stark zurückgehen und die Stadt vom Landratsamt eine entsprechende Genehmigung erhält. Die Hoffnung war nicht allzu groß. An diesem Dienstag einigten sich Bund und Länder dann auf eine Verlängerung des Lockdown bis mindestens Ende Januar und auf stärkere Einschränkungen. Am selben Nachmittag kam auch die endgültige „Eismärchen“-Absage der Stadt.

Das bislang letzte „Eismärchen“ im Winter 2019/2020 – das insgesamt sechste – hatte 17 366 Besucher gezählt. Im Schnitt waren es 469 Eisläufer am Tag, ein Rekordjahr.

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