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Schlittschuhfahren bei Nacht: Beim Publikum kam das „Eismärchen“ an. Nächsten Winter soll es noch besser werden.

Ein Highlight in der Weihnachtszeit

Eismärchen in Penzberg: Fünf Wochen beim Fünfjährigen

Das Eis-Spektakel am Stadtplatz beginnt womöglich zeitgleich mit dem Christkindlmarkt. Zahlreiche Überraschungen sind geplant. 

Penzberg – „Hannis Eismärchen“ geht in die Verlängerung. Und zwar buchstäblich. Fünf statt vier Wochen soll die Veranstaltung im nächsten Winter dauern. Dies teilte Bürgermeisterin Elke Zehetner auf Nachfrage mit. Los geht’s am 1. Dezember, voraussichtlich zeitgleich mit dem Christkindlmarkt. Bis zum 6. Januar 2019 können die Besucher mit ihren Schlittschuhen ihre Runden drehen. Das Eismärchen soll aber nicht nur länger dauern, sondern auch noch spektakulärer werden. Grund ist der fünfjährige Geburtstag der Veranstaltung. Über Näheres ließ sich die Rathaus-Chefin nicht aus. „Es soll eine Überraschung werden“ betonte sie. Auch bei der Stadtratsitzung am Dienstag wurden nur wenige Details bekannt.

„Eismärchen“-Beauftragte Lisa Nagel vom Familienbüro und ihr Mitorganisator Alexander Bergel sprachen von einer Erweiterung der Eisfläche, um sie „für die Besucher noch attraktiver zu machen“. Eine Eisbahn soll laut Zehetner um die Eisfläche herum entstehen. Auch diverse Aktionen sind geplant. Wie diese genau aussehen, verrieten die Organisatoren nicht. „Sonst kommen sie nicht mehr“, sagte Nagel scherzhaft in Richtung der Fraktionsvertreter. Mehr Bandenplätze und Sponsorenpakete seien geplant, sagte Bergel.

Mehr Auskunft gab es hinsichtlich der Bilanz des vierten Eismärchens. Diese fiel recht erfreulich aus. 13 260 Läufer – davon 9500 Kinder – waren auf der Eisfläche. Ein Rekord. Besonders die JuParty, die Roche-Eisdico – die in diesem Winter wieder stattfindet – der Bambinitag sowie das „Fire&Ice“ der Penzberger Feuerwehr kamen gut an. Der Kostümlauf war weniger erfolgreich, krankheitsbedingt fiel der Beaschdn-Auftritt aus. Auch der Seniorentarif habe sich nicht rentiert. „Er wurde nur dreimal genutzt“, sagte Nagel. Auch wenn es heuer gut lief, sei immer noch Luft nach oben. Der Kassenstand soll weiter nach vorne platziert werden. Hardi Lenk (SPD) hatte kritisiert, dass die Kasse vom Eingang zu weit entfernt gewesen sei. Dadurch sei es manchen Läufern möglich gewesen auf die Eisfläche zu gelangen, ohne Eintritt zu bezahlen. „Daraus haben wir gelernt“, sagte Nagel.

Zu einem Punkt konnte die Organisatorin nichts sagen: den Finanzen. Nicht, weil man diese unter den Tisch fallen lassen möchte, so Rathaus-Chefin Zehetner in der Sitzung. „Wir haben nichts zu verheimlichen.“ Grund ist die Personalabrechnung. Anders als in den vergangenen Jahren waren nicht Stadtmitarbeiter und Stadträte als Ehrenamtliche für die Eisfläche oder die Kasse zuständig, sondern das Personal der Firma „Inter-event“. Die alten Personalkosten seien aus der Bilanz nicht herauszurechnen, sagte Nagel. Ein Vergleich zu den vergangenen Jahren daher schlecht möglich. Auf Nachfrage sagte Zehetner, dass die Stadt eine etwas höhere Summe tragen müsse als im Vorjahr. Damals waren es 14 650 Euro.

Im kommenden Winter will die Stadt den Betrieb laut Zehetner nicht mehr völlig aus der Hand geben, sondern selbst wieder mehr beim Eismärchen mitmischen. Gemeinsam mit der Firma wolle man zum Erfolg des Fünfjährigen beitragen.

Magdalena Kratzer

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