Im früheren Stall auf Gut Hub feierte die evangelische Gemeinde am Sonntag erstmals einen Gottesdienst, weil es unter freiem Himmel zu kalt und nass ist. Der Posaunenchor spielte, der Raum war mit Erntegaben geschmückt.  Foto: privat
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Im früheren Stall auf Gut Hub feierte die evangelische Gemeinde am Sonntag erstmals einen Gottesdienst, weil es unter freiem Himmel zu kalt und nass ist. Der Posaunenchor spielte, der Raum war mit Erntegaben geschmückt.

Posaunenchor spielt

Erster Gottesdienst im ehemaligen Kuhstall

  • vonWolfgang Schörner
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Es war ein ungewöhnliches Ambiente: Im früheren Stall von Gut Hub feierte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde am Sonntag ihren Gottesdienst. 70 Gläubige waren erschienen. „Da wir jetzt wieder für alle Besucher Sitzplätze haben und ein Dach über dem Kopf, darf die Predigt wieder zwei Minuten länger sein“, sagte Pfarrer Julian Lademann.

  • Weil das Wetter zu schlecht war, wurde am Sonntag der Erntedankgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde im früheren Stall auf Gut Hub gefeiert.
  • Statt 21 Menschen in der Martin-Luther-Kirche fanden hier bis zu 80 Gläubige Platz.
  • Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgte der Posaunenchor.

Penzberg – Es war ein ungewöhnliches Ambiente: Im früheren Stall von Gut Hub feierte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde am Sonntag ihren Gottesdienst. 70 Gläubige waren erschienen. „Da wir jetzt wieder für alle Besucher Sitzplätze haben und ein Dach über dem Kopf, darf die Predigt wieder zwei Minuten länger sein“, sagte Pfarrer Julian Lademann. Wegen der Corona-Pandemie hatte die evangelische Gemeinde ihre Gottesdienste während des Sommers bei jedem Wetter im Kirchgarten gefeiert. In der Martin-Luther-Kirche hatten gemäß der Hygienevorschriften nur 21 Personen Platz. Auf Gut Hub ist dagegen für bis zu 80 Menschen Raum.

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Lademann an die Geschichte der ersten Protestanten in Oberbayern. Mangels eigener Gotteshäuser hätten die ersten evangelischen Gottesdienste im Nebensaal von Gasthäusern, in Dorfschulen oder in landwirtschaftlichen Anwesen stattgefunden – in Penzberg, so Lademann, einst in einer „Kleinkinderbewahranstalt“ (heute steht dort die Realschule). Für lutherische Christen, sagte er, sei nicht der Ort das Entscheidende. Wo zwei oder drei im Sinne Jesu versammelt sind, finde Gottesdienst statt.

Ein Stall würde auch gut zum Advent passen, so Lademann – auch wenn man für Heiligabend neu überlegen müsse. Die Gottesdienste werden nun voraussichtlich bis Ostern auf Gut Hub stattfinden. Beginn ist wie gewohnt um 10.30 Uhr.

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