Bunte Schirme vor rotem Kamin waren bei der Enthüllung am Penzberger Museum zu sehen.
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Bunte Schirme vor rotem Kamin waren bei der Enthüllung am Penzberger Museum zu sehen.

Skulptur enthüllt

Roter Kamin vor Penzberger Museum: „Es muss groß sein, sonst wird das nichts“

Vor dem Museum in Penzberg ist eine Skulptur enthüllt worden: „Roter Kamin“ heißt das Kunstwerk, das nun vor der schwarzen Fassade zu sehen ist.

Penzberg – „Ein neues Wahrzeichen“ hat die Stadt laut Bürgermeister Stefan Korpan (CSU). Er bezog sich damit auf den „Roten Kamin“ vor dem Penzberger Museum, der am Samstag enthüllt wurde. Die Initiative war vom „Freundeskreis Heinrich Campendonk“ gekommen, der heuer zugleich sein Zehnjähriges feiert. Das Wetter war jedoch denkbar schlecht, als die graue Plane von der Skulptur entfernt wurde. Im Arbeitskorb eines Hubwagens waren der Vorsitzende des Freundeskreises, Claus-Peter Schröder, und der Architekt Thomas Grubert nach oben gefahren, um im strömenden Regen die Hülle aufzuschneiden.

„Roter Kamin“ von Sabine Straub war unter 84 Vorschlägen ausgesucht worden

Die Verantwortlichen zeigten Verständnis dafür, dass die rund 40 Gäste für den folgenden Teil der Veranstaltung nicht im Regen stehen bleiben wollten und verlegten diesen in die Stadtbücherei, wo das Ereignis, musikalisch begleitet von „Pink Beat“, weitergefeiert wurde. Schröder bezeichnete den „Roten Kamin“ in seiner Festrede als „ein überragendes Kunstwerk“. Dies sei er auch im wörtlichen Sinn, denn er überrage die Dachkante des Museums. Korpan würdigte den Ortsbezug des Werks. So wie einst die Kamine des Bergwerks Orientierungspunkte in der Landschaft und Identifikation für Penzberg waren, so sei der Rote Kamin ein Element, durch das das Museum weitere Aufmerksamkeit gewinne. Rund 70 000 Euro kostet das Kunstwerk, von denen die Stadt 15 000 Euro trägt.

Künstlerin Sabine Straub, deren Werk von einer Jury aus 84 Vorschlägen ausgewählt worden war, sprach über ihre Überlegungen bei der Gestaltung: „Es muss groß sein, sonst wird das nichts“, sei ihr erster Gedanke gewesen, als sie den Standort vor der schwarzen Museumsfassade gesehen habe. Es wurden 9,5 Meter, sodass die Skulptur die Dachkante überragt. Und es sollte sich vom Schwarz des Museums abheben. Roter Autolack gibt dem aus Stahlplatten bestehenden Werk seine Farbe.

Text: Alfred Schubert

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