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Trockene Angelegenheit: Auch der Brunnen an der Bahnhofstraße neben dem blauen Kiosk ist seit langem nicht mehr in Betrieb. 

Innenstadt von Penzberg

Alle sollen sprudeln

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Penzberg - Der Esel-Brunnen soll im Juli am Stadtplatz eingeweiht werden. Die Stadt will dazu auch ihre anderen Brunnen anschließen.

Esel? War da nicht etwas? Im Frühjahr sollte eigentlich der „Wasserträger“-Brunnen, vulgo Esel, auf dem Penzberger Stadtplatz installiert werden. Das verschiebt sich laut Auskunft des Rathauses. Die Stadt plant nun für kommenden Juli die Einweihung, und zwar im Rahmen eines Brunnenfestes. Zu diesem Zweck sollen in Penzberg nicht nur der Esel-Brunnen, sondern alle städtischen Brunnen sprudeln – im Moment schaut es damit noch mau aus. Nächste Woche soll im Bauausschuss ein Zeitplan vorliegen.

Das Rathaus hatte sich jüngst beim Seeshaupter Bildhauer Michael von Brentano nach dem Stand der Dinge erkundigt. Demnach sei die Gießerei mit den Guss-Stücken fast fertig, teilte Bürgermeisterin Elke Zehetner auf Anfrage mit. Man könne von einer Fertigstellung des neuen Stadtplatz-Brunnens in der Woche vor den Sommerferien ausgehen. Zuvor müssen aber noch Vorbereitungen auf dem Stadtplatz selbst getroffen werden. Das heißt: Ein etwa fünf mal zwei Meter großes Becken für die Brunnen-Skulptur muss aus einem speziellen Architekturbeton geschaffen werden. Der Bildhauer beauftragt dafür einen Betonbauer. Ein Installateur muss zudem den „Wasserträger“ anschließen, damit der Brunnen sprudeln kann.

Bis auf den Brunnen am Rathausplatz liegen alle öffentlichen Brunnen trocken

Wenn die Einweihung im Juli gefeiert wird, sollen laut Bürgermeisterin Zehetner auch alle anderen städtischen Brunnen an den Wasserhahn angeschlossen werden – so ist es jedenfalls der Wunsch. Zumindest für die Feier soll dies geschehen. Bis auf den Brunnen am Rathausplatz liegen alle öffentlichen Brunnen seit Jahren trocken.

Eine kurzzeitige Inbetriebnahme zum Beispiel den Brunnen beim blauen Kiosk an der Bahnhofstraße betreffen, den es seit dem Jahr 2007 gibt. Im vergangenen Februar hatte es seitens des Stadtbauamts geheißen, bei dem Brunnen sei die Umwälzpumpe durchgeschmort. Man wolle zuerst klären, wer die Reparatur zahlen muss. „Wir könnten das sofort reparieren, dann müssten wir es aber selbst zahlen“, sagte Stadtbaumeister Justus Klement damals. Für das Brunnenfest könnte sich Bürgermeisterin Zehetner nun vorstellen, den Brunnen wenigstens kurz mit Trinkwasser zu speisen. „Das müssen wir aber noch entscheiden“, sagte sie. Nach dem Fest würde der Brunnen wieder abgedreht, bis es eine „gute Lösung ohne Trinkwasser“ gibt. Das heißt also: bis die Pumpe repariert ist. Ähnlich sieht es mit den anderen Trocken-Brunnen aus: am Platz vor der Polizei, an der Saalanger- und der Ahornstraße. Sie beim Brunnenfest sprudeln zu lassen, findet Zehetner jedenfalls „eine wunderbare Idee, weil mancher Penzberger grübelt, wie viele städtische Brunnen es gibt und trocken liegen“.

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