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In dem Gebäude an der Karlstraße war früher einmal der städtische Schlachthof.

Ex-Schlachthof an der Karlstraße: Trend geht zum Wohnhaus-Neubau

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Sollen auf dem ehemaligen Schlachthofgelände Wohnhäuser oder eine Kindertagesstätte entstehen? Am Dienstag bei einer Vorberatung im Bauausschuss zeigte sich: Der Trend geht wohl eher in Richtung Wohnhäuser.

Penzberg – Die CSU-Stadtratsfraktion hatte im vergangenen Herbst die Diskussion über die Zukunft des früheren Schlachthof-Areals an der Karlstraße angestoßen. Das Grundstück befindet sich im Besitz der Stadt und ist in etwa so groß wie der benachbarte Spielplatz an der Gustavstraße. Drei Ideen wurden seither genannt: ein Parkplatz für die Innenstadt, eine Kindertagesstätte und neue Wohnhäuser. In jedem Fall würde das bestehende Gebäude abgerissen.

Vor diesem Hintergrund legte das Stadtbauamt dem Bauausschuss am Dienstagabend einige Eckdaten als Diskussionsgrundlage vor. Im Falle eines ebenerdigen Parkplatzes könnten 48 Stellplätze auf den zirka 1500 Quadratmetern untergebracht werden. Diese Variante befürwortete in der Sitzung niemand. Sie war ursprünglich als Übergangsmodell bis zur Realisierung eines Neubaus vorgeschlagen worden.

Eine dreigeschossige Kindertagesstätte mit den dazugehörigen Stellplätzen hätte laut Stadtbaumeister Justus Klemen gerade so eben Platz auf dem Areal. Klement hatte als Beispiel den St.-Franziskus-Kindergarten auf den Lageplan projiziert.

Als dritte Variante zeigte er die Möglichkeit, dort Wohnungen zu bauen. Ihm zufolge könnte zur Straßenseite ein Wohnhaus mit vier Stockwerken plus einem Dachgeschoss und dahinter ein zweigeschossiges Rückgebäude entstehen. Die Bruttogeschossfläche würde zirka 5500 Quadratmeter betragen. Außerdem könnte eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen geschaffen werden. Indirekt hieß es sogar, dass die ganze Zeile entlang der Karlstraße bebaut werden könnte.

Der Trend ging im Ausschuss in Richtung Wohnbebauung auf dem Schlachthof-Areal, auch wenn dieses Wort im Beschluss nicht vorkam. Eine Mehrheit empfahl dem Stadtrat, für das Grundstück „eine innenstadttypische dichte Bebauung anzustreben“. Von fünf Geschossen war darin keine Rede. „Fünf Geschosse sind schon brutal, darüber müssen wir noch reden“, sagte Hardi Lenk (SPD). Außerdem sprachen sich Michael Kühberger (FLP), Ludwig Schmuck (CSU) und Manfred Reitmeier (BfP) für ausreichend Parkplätze aus, auch für die Innenstadt.

Gegen die Empfehlung stimmte nur Klaus Adler (Grüne). Er sprach sich für eine Kindertagesstätte auf dem Areal aus, „auch wenn Wohnungen reizvoll“ wären, wie er sagte. Adler argumentierte, dass man so die Kinderhaus-Pläne für den Langseegraben nicht mehr anpacken müsste. Zugleich sagte er – wie schon Jack Eberl (FLP) im Stadtrat –, dass die Kindertagesstätte den Spielplatz an der Gustavstraße als Freifläche nutzen könnte. Was Ludwig Schmuck zwar wegen der Haftungsfrage bezweifelte, Adler aber mit dem Hinweis beantwortete, dass dies in München gang und gäbe sei. Was den Kindergarten betraf, bekam Adler zumindest teilweise Schützenhilfe von Hardi Lenk. Auch er sprach sich dafür aus, einen anderen Standort für eine Tagessätte als den Langseegraben zu finden. „Aber nicht unbedingt das Grundstück an der Karlstraße“, so Lenk.

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