Der Abriss des ehemaligen Schlachthofs an der Karlstraße (links im Hintergrund) ist bereits beschlossene Sache. Diskutiert wird aber noch, was dort – nach einer Zwischenphase als Parkplatz – entstehen soll.
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Der Abriss des ehemaligen Schlachthofs an der Karlstraße (links im Hintergrund) ist bereits beschlossene Sache. Diskutiert wird aber noch, was dort – nach einer Zwischenphase als Parkplatz – entstehen soll.

SPD-Antrag ans Rathaus

Vorschlag für Penzberger Ex-Schlachthof nach dem Abriss: Wohnhaus mit Seniorentreff

  • vonWolfgang Schörner
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Die Penzberger SPD will, dass nach dem Abriss des ehemaligen Schlachthofs an der Karlstraße auf dem Gelände ein Gebäude mit Seniorentreff, Wohnungen, Praxen und Büros entsteht. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion ans Rathaus geschickt. Auch eine Tagespflege oder ein betreutes Wohnen hält sie für denkbar.

Penzberg – Das frühere Schlachthofgebäude an der Karlstraße steht vor dem Abriss. Der Denkmalverein hatte sich zuletzt erfolglos für einen Erhalt eingesetzt. Nach dem Abriss soll das Areal laut Stadt zunächst als Parkplatz dienen, bis auf dem Filetgrundstück in Innenstadtnähe ein Neubau errichtet wird. Was auf dem städtischen Grundstück entstehen soll, ist noch nicht entschieden. Die Rede ist häufig von Wohnbebauung.

SPD-Antrag: Neubau „mit integriertem Seniorentreff“

Die Penzberger SPD hat nun einen Antrag ans Rathaus geschickt, in dem es um „den Neubau eines Wohn- und Gewerbegebäudes mit integriertem Seniorentreff“ geht. Demnach schlägt sie vor, dass im Erdgeschoss eines künftig sechsstöckigen Gebäudes ein Treffpunkt für Senioren eingerichtet wird. Dies, schreibt Fraktionschef Adrian Leinweber, sollte in Zusammenhang mit einer im Gebäude installierten Betreuungseinrichtung geschehen. Vor Ort sein sollte Personal für Information sowie zur Betreuung und Unterstützung. In geeigneten Räumen könnten Ansprechpersonen von Landratsamt, Wohlfahrtsorganisationen oder ähnlichem in Form einer Kompetenz- und Beratungsstelle untergebracht sein, heißt es weiter. Außerdem schlägt die SPD vor, im Erdgeschoss eine „Grundversorgung“ vorzusehen, also zum Beispiel ein Café oder Bistro. Im Antrag ist auch von der Möglichkeit eines Internetcafés die Rede.

Wohnungen für Familien und Senioren

Für das darüberliegende Geschoss schlägt die SPD Büros und Praxen vor, „insbesondere für den Bedarf der Senioren, um hier kurze Wege zu ermöglichen“. In den Stockwerken zwei bis fünf könnten ihrer Ansicht nach Wohnungen für Familien und Senioren entstehen, „um einen gesunden Mix der Generationen zu erreichen“. Durch Wohnungen mit kleinem Grundriss und dadurch günstiger Miete könne so mitten im Stadtzentrum Wohnraum für Senioren und junge Menschen geschaffen werden, schreibt Leinweber im Antrag. Der Standort, heißt es weiter, biete kurze Wege zum Einkaufen, in die Innenstadt, zum Rathaus, zur Klinik, zum Spielplatz an der Gustavstraße sowie zu Ärzten und Apotheken. Denkbar ist ihm zufolge auch eine Tagespflege beziehungsweise ein betreutes Wohnen oder eine Seniorenwohngemeinschaft. Eine Tagespflege-Einrichtung sowie seniorengerechte Wohnungen hatten an dem Standort vor einem Jahr, wie berichtet, bereits die Grünen ins Spiel gebracht.

Laut SPD sollte das Gebäude zudem eine Tiefgarage erhalten, zum Teil für die Mieter, zum Teil aber auch öffentlich zugänglich. Leinweber schreibt außerdem, dass von dem Neubau ein direkter Zugang zu der Parkanlage an der Gustavstraße entstehen sollte. Ebenso schlägt er vor, dass in der Nähe eine Bushaltestelle, ein Fahrdienst oder ein Ruf-Sammeltaxi eingerichtet werden sollte. Für den Bau selbst kommt ihm zufolge eine Holz- oder Holzständer-Bauweise mit begrünter Dachfläche und Teilflächen für Photovoltaik in Frage. Zu prüfen wäre laut Leinweber ein Anschluss ans Fernwärmenetz oder eine autarke Geothermie-Versorgung.

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