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Penzberger Familienbad-Vorplatz: Pläne für „grünes Herz“ abgesegnet

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Von: Wolfgang Schörner

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Vorrang für Radler und Fußgänger beim neuen Familienbad: das Bild hatte die Architektin im vergangenen Juni im Ausschuss gezeigt.
Vorrang für Radler und Fußgänger beim neuen Familienbad in Penzberg: Das Bild hatte die Architektin im vergangenen Juni im Ausschuss gezeigt. ©  liebald+Aufermann Landschaftsarchitekten

Der neue Vorplatz zwischen Penzberger Familienbad und den beiden Sporthallen ist vom Stadtrat einstimmig abgesegnet worden.

Penzberg – Die Ideen für den Vorplatz, der beim künftigen Familienbad in Penzberg entstehen soll, sind vom Penzberger Stadtrat geschlossen abgesegnet worden. Auch den Kosten, die aktuell auf insgesamt 1,92 Millionen Euro geschätzt werden, stimmte der Stadtrat zu. Der Vorplatz selbst schlägt dabei mit 1,5 Millionen Euro zu Buche. Hinzukommen laut Stadtbauamt circa 380 000 Euro für das Umfeld des geplanten Parkhauses und des bestehenden Blockheizkraftwerks sowie etwa 40 000 Euro für eine Stützwand an der Westseite des Parkhauses. Sie soll es ermöglichen, dass eine Parkebene ins Erdreich verlegt wird, damit das Parkhaus mit seinen 160 Stellplätzen nicht zu dominant wird. Staatliche Fördermittel gibt es nicht, hieß es. Das Konzept für den Vorplatz war, wie berichtet, im vergangenen Juni bereits im Stadtentwicklungsausschuss auf Zustimmung gestoßen.

Ein Einwand war damals im Ausschuss jedoch, dass vom Vorplatz alle Autos verbannt werden sollten, ausgenommen Lieferverkehr und Rettungskräfte. Der Vorrang von Fußgängern und Radfahrern ist zwar das Ziel des Konzepts, es schließt allerdings Hol- und Bringverkehr nicht komplett aus. Man werde dies in der weiteren Planung näher betrachten, erklärte Stadtbaumeister Justus Klement in der Stadtratssitzung. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) sagte, dass die Möglichkeit des Hol- und Bringverkehrs für Besucher mit Behinderung gedacht sei. Aber für Eltern und ihre Kinder sollte das vermieden werden, fügte John-Christian Eilert (Grüne) an. Laut Korpan könnte das mittels Schranke geschehen.

Der neue Vorplatz soll laut dem Konzept der Münchner Architektin Ingrid Liebald ein „grünes Herz“ mit Bäumen, Fußwegen und bepflanzten Inseln zwischen Familienbad und den beiden Sporthallen werden. Unmittelbar vor dem Platz ist eine neue Bushaltestelle mit Wartehäuschen geplant. Der Verkehr soll vom Parkhaus, das neben der alten Turnhalle entsteht, abgefangen werden. Basis der Überlegungen ist auch, dass an der Seeshaupter Straße auf Höhe der Birkenstraße ein dreiarmiger Kreisverkehr gebaut wird, hieß es in der Sitzung.

Außerhalb des Parkhauses soll es nur die vier geplanten Behindertenparkplätze geben. Fahrradstellplätze – insgesamt 108 – sind direkt beim Familienbad und bei den beiden Turnhallen vorgesehen.

Keine Auswirkungen auf die Vorplatz-Planung hat die Bauverzögerung beim Familienbad, wie Stadtbaumeister Klement auf die Frage von Aleksandar Trifunovic (CSU) sagte. Wie berichtet, hat sich die Eröffnung des Bades nach dem aktuellen Stand um neun Monate auf September 2022 verschoben.  

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