Den Penzberger Gaudiwurm – hier ein Foto aus dem Jahr 2019 – soll es in der bevorstehenden Faschingszeit wieder geben. Nachdem die vergangene wegen der Corona-Pandemie fast ausschließlich online stattfand, plant das OK nun seine nächste närrische Saison – analog und hautnah zum Mitfeiern.
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Den Penzberger Gaudiwurm – hier ein Foto aus dem Jahr 2019 – soll es in der bevorstehenden Faschingszeit wieder geben. Nachdem die vergangene wegen der Corona-Pandemie fast ausschließlich online stattfand, plant das OK nun seine nächste närrische Saison – analog und hautnah zum Mitfeiern.

Gaudiwurm soll zurückkehren

Fasching in Penzberg: „Wir feiern voll“

  • Franziska Seliger
    VonFranziska Seliger
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Sein 50-jähriges Bestehen konnte das Organisationskomitee (OK) Penzberger Fasching im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht feiern. Überhaupt wurde die gesamte Faschingssaison 2020/21 durch das Virus massiv ausgebremst. Jetzt soll der Fasching zurückkehren nach Penzberg – hautnah und ganz analog.

Penzberg – 2020 war erst einmal Schluss mit lustig: Wegen der Corona-Pandemie hatte das OK Penzberger Fasching mit seinen aktuell 287 Mitgliedern schon im Sommer darauf verzichtet, überhaupt ein Prinzenpaar zu suchen. Denn dass die Saison 2020/21 nicht wie gewohnt gefeiert werden könnte – mit Bällen, einem Gaudiwum, Gardetänzen und Kehraus –, schwante den Verantwortlichen recht früh. Ganz ausfallen sollte der Penzberger Fasching trotz Pandemie und Beschränkungen aber nicht. Statt analogen Fasching mit Präsenzveranstaltungen zu feiern, verlegten die Narren die Gaudi kurzerhand ins Internet, boten „Fasching to go“ an, veranstalteten virtuelle Gardetreffen und zelebrierten Online-Bälle im heimischen Wohnzimmer. Denn gar nichts zu machen in der Faschingszeit, das sei für das OK schlichtweg undenkbar, so Holger Fey.

Fasching wieder in Präsenz und nicht mehr online

Doch auch wenn der coronabedingte Online-Fasching in der vergangenen Saison besser gewesen sei als gar nichts, ist der Faschingsvereinsvorsitzende doch froh, dass es aktuell gute Chancen gibt, dass die bevorstehende närrische Zeit wieder wie in Vor-Corona-Jahren gefeiert werden könnte. Das habe auch Markus Söder versichert. „Wir gehen davon aus, dass es stattfinden wird“, sagte der bayerische Ministerpräsident kürzlich im Presseclub in München – verwies dabei jedoch auf mögliche Auflagen wie die 3G-Regel.

Angesichts von Söders Aussage gelte für die Penzberger Narren für die bevorstehende Saison: „Wir feiern voll“, so Fey. Alle regulären Faschingsveranstaltungen seien bereits in Planung. Angefangen mit dem Faschingsauftakt, der traditionell am 11. November auf dem Stadtplatz gefeiert werde, über Proklamations- und Krönungsball bis hin zu Kinderbällen, Gardetreffen und dem großen Gaudiwurm durch die Penzberger Innenstadt. Auch „Gaudi ohne Grenzen“ solle stattfinden, so Fey. Erste Örtlichkeiten seien bereits reserviert, Bands und Technikfirmen angefragt. „Das ist alles in der Planung“, so Fey. Die Garden trainierten auch schon fleißig für ihre Auftritte – und das nicht etwa alleine im heimischen Wohnzimmer wie in der Hochphase der Pandemie, sondern regulär und gemeinsam in der Turnhalle – aber natürlich mit gewissen Vorgaben an Hygiene und Sicherheit, betont Fey. Auch die Faschings-Gewänder seien bereits in Arbeit, und anders als in der vergangenen Saison werde es auch wieder ein Prinzenpaar geben. Die Hoheiten und ihr Hofstaat sollen beim Proklamationsball präsentiert werden, der am 13. November in der Stadthalle stattfinden soll. Einzelheiten dazu werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.

„Wir gehen ein Risiko ein“: Corona könnte Pläne zunichte machen

Dass der Fasching auch heuer im Zeichen der Pandemie stehen wird, sei dem OK bewusst. „Dass es anders wird, ist uns klar“, sagt Fey und nennt als Beispiel mögliche Auflagen. So könnte für den Zutritt etwa die 3G-Regel gelten oder die Anzahl der Gäste generell begrenzt werden. Welche Regeln genau zum Faschingsauftakt im November und insbesondere in der Hoch-Zeit ab Januar gelten werden, sei aber noch völlig offen. „Wir gehen ein Risiko ein“, räumt Fey ein. Denn natürlich könne es passieren, dass Faschingsfeiern wieder ganz verboten werden. Dann wären alle Vorbereitungen, alle Ausgaben umsonst gewesen. Ins Bockshorn jagen will man sich beim OK davon nicht. Irgendwas geht immer, lautet hier die Devise. Irgendwie werde der Fasching in Penzberg immer gefeiert.

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