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Die Verantwortlichen mit einem Motivwagen.

Am Sonntag

Festzug zum 100-Jährigen - so feiert Penzberg

Penzberg feiert am Sonntag mit Festumzug sein 100-jähriges Bestehen. Angesagt haben sich über 1600 Teilnehmer.

Penzberg – Der Festumzug am kommenden Sonntag soll nach dem mehrtägigen Stadtfest im Juli der zweite große Höhepunkt im Jubiläumsjahr von Penzberg sein. 

Eigener Arbeitskreis

Seit Mitte vergangenen Jahres arbeite ein eigener Arbeitskreis an seinem Ablauf, erläuterte Bürgermeisterin Elke Zehetner bei einem Pressetermin im Rathaus. Seine Mitglieder hätten mit etwa 1000 Teilnehmern gerechnet, die beim Festzug mitfahren oder mitmarschieren wollen. Dass es nun weit mehr sind, „das ist für uns alle sehr überraschend“, so Zehetner.

Viele Vereine dabei

Natürlich sind es viele Penzberger Vereine, die sich mit Fußgruppen oder Motivwägen beteiligen werden. Darunter etwa Sportvereine wie der FC oder der Skiclub, aber auch Traditionsvereine wie die Trachtler oder die Bergknappen, dazu die Jungritter, die Feuerwehr, das Oberlandler Volkstheater oder der Kaninchenzuchtverein B152und viele andere mehr.

68 Gruppen und Wagen

Insgesamt, so Festkoordinator Thomas Sendl, seien es 68 Gruppen und Wägen, die – aufgeteilt auf acht Blöcke – in einem langen Festzug von der Berghalde hinab durch die Penzberger Innenstadt ziehen und dabei auch von der Geschichte der Stadt erzählen werden. So werden die „Huadara“auf ihrem Motivwagen beispielsweise mit einem Förderturm-Modell an den Bergbau in Penzberg erinnern, wie „Huadara“-Vorsitzender und Festausschuss-Mitglied Ludwig Schmuck sagte. 

Bergbau ist Thema

Auch die Stadt wird auf Wägen die Bergbau-Geschichte Penzbergs thematisieren; ebenso wie der Georgiverein D‘Rosserer. Wie dessen Vorsitzender Alois Deisenberger verriet, wird der Verein unter anderem den Grubenholz-Transport von einst mit einem Muli-Gespann nachstellen. Ein Muli-Vierspänner, das sei schon „einzigartig“ bei einem Festzug, freut sich Deisenberger schon jetzt.

Externer Berater hilft

Damit der Festzug gelingt, haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises außerdem einen externen Berater ins Boot geholt: „D´Rosserer“-Mitglied Helmut Waxenberger hat als langjähriger Organisator der Benediktbeurer Leonhardifahrt viel Erfahrung mit Großveranstaltungen, bei der auch viele Pferde eingesetzt werden. 

Pferde müssen sein

Denn Pferde sollten unbedingt am Festzug teilnehmen. „Ein Umzug ohne Pferdegespanne, ist nichts“, so die einhellige Meinung der Arbeitskreis-Mitglieder.

Aber nicht nur Vereine und Musikgruppen aus der Stadt oder städtische Einrichtungen wie der Bauhof und die Kindergärten werden mitmarschieren. Regelrecht aus Nah und Fern werden Gäste anreisen, um den Tag entweder als aktive Zugteilnehmer oder als Zuschauer mitzuerleben. 

Ehrwalder Feuerwehr kommt

So werden etwa der Spielmannszug aus Peißenberg ebenso mitmarschieren wie die Stadtkapelle aus Weilheim oder die Feuerwehr aus dem österreichischen Ehrwald, die auf ihrem Motivwagen eine historische Pumpe zeigen werden. Hingucker für die Zuschauer werden sicher auch ein restaurierter Muldenkipper sein und drei alte Militärfahrzeuge aus der Zeit um 1945. Oder ein alter MAN-Bus, wie er einst im Penzberger Werk gefertigt wurde.

Partnerstädte machen mit

Wie Zehetner sagte, werden außerdem zahlreiche Gäste aus den Partnerstädten Langon, Differdingen und Berlin Tempelhof-Schöneberg anreisen. Aus der Partnerstadt Ahlen würden 104 Gäste anreisen. Bereits vor zwei Jahren hätten sie dafür bei zwei Penzberger Hotels gebucht. „An Größe und Prominenz sucht der Festumzug seines gleichen“, ist Zehetner überzeugt. Auch Stadtrat Hardi Lenk, der als Mitglied im Arbeitskreis an den Vorbereitungen ebenfalls hautnah beteiligt war, ist überzeugt: „So etwas hat es in Penzberg noch nicht gegeben und wird es so schnell auch nicht mehr geben.“ 

„Das wird einmalig“

Auch wenn natürlich schon das 50-jährige sowie das 75-jährige Stadtjubiläum gefeiert worden seien: Die Veranstaltung am kommenden Sonntag zum 100-jährigen Jubiläum, „das wird einmalig“, so Zehetner. Sie bittet alle Penzberger Hausbesitzer, ihre Gebäude dem Anlass entsprechend“ zu schmücken. Sendl betont, dass der festumzug bei jedem Wetter – außer bei Hagel – stattfindet.

Frühschoppen zur Einstimmung

Zur Einstimmung auf den Festumzug findet am Samstag, 7. September, von 10 bis 13 Uhr im hinteren Bereich des Stadtplatzes bei der Rathauspassage ein musikalischer Frühschoppen mit der Blaskapelle Dolberg aus Ahlen und dem Chor aus der französischen Partnerstadt Langon statt. Der Eintritt ist frei.

Das Programm

Das Programm für den Festumzug: 13 Uhr: Interreligiöse Andacht bei der Barbarakapelle auf der Berghalde; gestaltet wird die Andacht von Pfarrer Bernhard Holz, Pfarrer Julian Lademann und Imam Benjamin Idriz; musikalische Umrahmung durch die Stadt- und Bergknappenkapelle Penzberg.14 Uhr: Start des Festumzuges. Der Zug führt von den beiden Aufstellungsorten Berghalde (für Fußgruppen) und Edeka-Parkplatz (für Festwägen) über Henlestraße, Bahnhofstraße, Karlstraße, Phillipstraße, Zweigstraße und über die Bahnhofstraße, Grube, Zibetholzweg zurück zum Festzelt auf der Berghalde. 

Nach dem Festzug geht‘s weiter

Nach dem Umzug gegen 15.30 Uhr treffen sich alle Zugteilnehmer im Festzelt zum gemütlichen Festausklang; bis 18.30 Uhr wird das Programm von am Festumzug teilnehmenden Musikgruppen, den beiden Penzberger Trachtenvereinen Birk‘nstoana und Loisachtaler Maxkron und einer Chorgruppe aus Langon gestaltet; ab 19 Uhr spielt die „089-Band“; gegen 22 Uhr: Ausklang des Festtages und des Penzberger Volksfestes mit einem Brillant-Feuerwerk.

Franziska Seliger

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Noch mehr Stadt-Feiern:  Nach der Riesenfeier zum 100. in Penzberg: „Es war ein sensationelles Stadtfest“.

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