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Zieleinlauf in Penzberg.

Die Feuerwehr läuft: 66 Kilometer von Ehrwald nach Penzberg

Was ein eingespieltes Team alles leisten kann: Das sollte der Staffellauf zeigen, den die Feuerwehr Penzberg mit der Feuerwehr aus dem österreichischen Ehrwald veranstaltete. Knapp 66 Kilometer legten die 29 Läufer zurück – in Feuerwehrmontur.

Penzberg - Um kurz nach 15 Uhr war das Ziel zum Greifen nahe. Etwa um diese Zeit passierte der Tross der Läufer nämlich das Ortsschild von Penzberg und lief – begleitet von Feuerwehrfahrzeugen und den Anfeuerungsrufen der Passanten – die Bahnhofstraße entlang der Ziellinie entgegen. Der Lauf hatte am Samstag frühmorgens um 6.30 Uhr in Ehrwald seinen Anfang genommen. In 13 Etappen von je fünf bis sieben Kilometern Länge, die jeweils von zwei Feuerwehrleuten beider Wehren gemeinsam gelaufen wurden, führte die Strecke über Radwege und durch Ortschaften gen Penzberg. Das letzte Stück ab dem Ortsschild liefen alle gemeinsam.

Simone Abt, die den Staffellauf anlässlich des 140-Jährigen der Penzberger Wehr sowie der seit 40 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen den Feuerwehren aus Penzberg und Ehrwald organisiert hatte, war im Zieleinlauf zwar erschöpft, aber hoch zufrieden. Keiner der Läufer habe unterwegs schlappgemacht. Unfälle oder Zwischenfälle habe es auch nicht gegeben. Dafür aber einige Überraschungen. „Die Feuerwehr Garmisch hat ihre Drehleiter aufgestellt und uns empfangen“, erzählte die Feuerwehrfrau, die selbst die Etappe in Garmisch-Partenkirchen gelaufen ist. Und die Feuerwehr Farchant habe die Läufer dann gar mit dem Blaulicht bis Oberau begleitet – ganz spontan. „Das war eine schöne Geste“, freute sich Abt. Auch von vorbeifahrenden Autofahrern und Radlern seien die Läufer unterwegs oft angefeuert worden.

16 dieser Läufer kamen dabei aus Penzberg; drei davon aus der Jugendfeuerwehr. So auch Moritz und Peter, die mit ihren 14 und 15 Jahren die jüngsten Staffelläufer waren. „Aus Jux“, sagte Moritz, habe er mitgemacht. „Und weil es gruppenfördernd ist.“ Beide sind Mitglieder der vereinsinternen Laufgruppe, weshalb ihnen die paar Kilometer wenig ausgemacht haben. Ganz schön ins Schwitzen kam dagegen Patrick Leinweber. Denn er hatte die letzte Etappe von Sindelsdorf bis Penzberg zu laufen – „und das alles in der Sonne und bei 20 Grad“, sagte Leinweber, der auch nach ein paar Minuten im Ziel noch einen roten Kopf und nassgeschwitzte Haare hatte. Den Staffelstab – ein Strahlrohr der Feuerwehr – hielt er noch fest umklammert. Aufgeben kam für ihn trotzdem nie in Frage, denn: „Da haben wir jetzt so lange drauf hingearbeitet.“

Wie alle anderen Teilnehmer freute er sich erst einmal auf eine kalte Dusche. Und dann auf den gemütlichen Teil des Tages, bei dem man die Partnerschaft beider Wehren feiern wollte. Anschließend ging es für die Ehrwalder Kollegen zurück nach Tirol – das allerdings ganz bequem im Feuerwehrauto.

Text: Franziska Seliger

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