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Stolzer Moment: Die anwesenden Geehrten des Feuerwehrvereins und der Aktiven.

Feuerwehr Penzberg

Auf jeden Tag kommen 12 Stunden Einsatz

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Die Feuerwehr Penzberg hatte 2016 gut zu tun: 181 Einsätze gab es. Dazu viele Übungen und Lehrgänge. Umgerechnet wurden jeden Tag 12 Stunden Dienst geschoben - und zwar ehrenamtlich.

Penzberg – Kommandant Christian Abt hatte es ausgerechnet: Die Penzberger Feuerwehr leistete 2016 umgerechnet jeden Tag zwölf Stunden Einsatz, und das alles auf freiwilliger Basis. Unterm Strich kamen 4385 Einsatzstunden zusammen. Damit hält die Belastung an, schon 2015 waren es 4463 Stunden gewesen. Diese Bilanz zog Kommandant Abt am Freitagabend bei der Jahresversammlung im Feuerwehrhaus. Er machte angesichts von insgesamt 7756 ehrenamtlich geleisteten Stunden (Vorjahr 6537) für die Stadt deutlich: „Wenn das alles Hauptamtliche wären, könnte sich das keine Gemeinde leisten.“ 110 Mitglieder zählte die Wehr zum Jahresende: 94 Aktive und 16 in der Jugend.

Die Feuerwehr musste im vergangenen Jahr 181 mal zu einem Einsatz ausrücken (Vorjahr 213). Darunter waren 119 Brände und 42 technische Hilfeleistungen. Die 24 Absicherungen auf der nahen Autobahn sah der Kommandant durchaus mit gemischten Gefühlen. Denn dass die Helfer wie in einem Fall sieben Stunden auf der A95 verbringen mussten, könne nicht sein, sagte Abt und bat Kreisbrandinspektion, Autobahnmeisterei und Polizei um eine Lösung des Zeitproblems.

Penzbergs freiwillige Helfer verbringen ihre Zeit aber nicht nur im Einsatz. An 143 Tagen im Jahr wurde Ausbildung betrieben. Allein 1266 Stunden wurden in Lehrgänge investiert, 1829 Übungsstunden standen zu Buche. Kein Wunder, dass der Kommandant den heimischen Standort als „Feuerwehrschule Penzberg“ bezeichnete.

Ein besonderes Lob gab es vom Kommandanten für den Nachwuchs. Die 16 Mitglieder der Jugendgruppe hatten 46 Übungen mit 1100 Stunden. Für Jugendwart Tobias Wenzel gab es eine besondere Auszeichnung: Für seine Verdienste erhielt Wenzel, der 1998 in die Wehr eintrat und seit 2010 sein jetziges Amt bekleidet, von Kreisjugendwart Bastian Eiter mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Bayern in Silber.

Eine zufriedene Bilanz 2016 beim Feuerwehrverein zog angesichts der vielen Aktivitäten Vorsitzende Elke Zehetner. 239 Mitglieder zählt der Verein. Nur der Frauenanteil sei mit 50 Mitgliederinnen ausbaufähig.

Das Engagement der Wehr wurde auch von den Vertretern der anderen Blaulichtorganisationen gewürdigt. Penzbergs Polizeichef Jan Pfeil nannte sie „einen wahnsinnig verlässlichen Partner für uns“. Und Ludwig Schmuck sprach – das letzte Mal als BRK-Bereitschaftsleiter und aktiver Rot-Kreuzler – von einer „Bürgerinitiative, auf die man nicht verzichten kann“. Neben Lob gab es jedoch auch mahnende Worte: Kreisbrandmeister Hubert Sterzer nannte die geplante Gesetzesverschärfung bei Gewalt gegen Einsatzkräfte überfällig. Obgleich im Landkreis noch kein großes Problem, habe es schon Vorfälle mit Feuerwehrlern bei Absperrungen gegeben.

Bei der Versammlung wurde auch geehrt und befördert. Ehrung für aktiven Dienst: 30 Jahre: Franz Thomamüller und Rüdiger Plankensteiner. 25 Jahre mit Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber: Ulrich Bertram. 20 Jahre: Dieter Branghofer. 10 Jahre: Franziska Seitz. Ehrungen Verein: 40 Jahre: Klaus Bergel. 35 Jahre: Benno Priller. 30 Jahre: Franz Thomamüller und Rüdiger Plankensteiner. 25 Jahre: Ulrich Bertram und Georg Wagner. 20 Jahre: Dieter Branghofer und Friederike Patzer. 15 Jahre: Ludwig Schmuck. 10 Jahre: Franziska Seitz. Beförderungen: Feuerwehrmann: Jan Niklas Bertram und Philip Meier. Oberfeuerwehrmann: Patrick Leinweber, Jan Niklas Heinemeyer und Michael Butz jun.. Hauptfeuerwehrmann: Benedikt Greisinger.

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