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Auch Zielspritzen war auf dem Stadtplatz angesagt.

Kinder-Blaulichttag auf dem Stadtplatz

Bei der Feuerwehr durfte der Nachwuchs ran

Der Penzberger Stadtplatz wurde zum Abenteuerspielplatz. Die Feuerwehr lud zum Kinder-Blaulichttag. Es gab eine Menge zum Entdecken aus Ausprobieren.

Penzberg – Giftgrün und riesengroß grüßte er die Besucher schon von Weitem: Grisu, der kleine Drache, der so gern Feuerwehrmann werden will, war das ideale Hinweisschild für den Kinder-Blaulichttag am Samstag auf dem Penzberger Stadtplatz. Veranstaltet wurde der Nachwuchs-Tag von der Feuerwehr Penzberg.

Doch während die Grisu-Skulptur aus Pappmaché dem Treiben nur unbewegt zusehen konnte, durften die Kinder viel entdecken. Wie sieht ein Feuerwehrauto von innen aus? Wie löscht man Feuer mit einem Schlauch? Und wozu ist die ganze Ausrüstung da, die in so einem roten Fahrzeug herumgefahren wird? Rund 25 Aktive und Helfer standen bereit, um Fragen zu beantworten. Geduldig zeigten sie schon den Kleinsten wie man eine Feuerwehrspritze hält und erklärten die Funktionsweise eines Funkgeräts.

Anlass für den Kinder-Blaulichttag war der 140. Geburtstag der Wehr in diesem Jahr. „Da wollten wir, dass auch mal was für Kinder und Jugendlichen geboten ist“, erklärte Hermann Sänger, der den Tag organisiert hatte. Als ganz besonderen Hingucker hatte er eine Drehleiter ausfahren lassen, darum herum gruppierte sich eine kleine Fahrzeugausstellung mit verschiedenen Generationen an Einsatzwagen. Die Besucher konnten auf die Zielwand spritzen, Wasserkicker mit Feuerwehrschläuchen spielen und sogar einen echten kleinen Brand löschen. Mit der Besucherzahl war Sänger zufrieden. „Es rührt sich ganz gut was.“

In einem der Fahrzeuge saßen die Freunde David und Nico – und wollten gar nicht mehr aussteigen. „Das ist so cool und chillig hier. Und so bequem“, so die beiden Penzberger Buben. Der vierjährige Tim saß dagegen lieber hinter dem Steuer eines Einsatzfahrzeugs und probierte aus, wie es sich anfühlt, an so einem Riesenlenker zu drehen. „Dieser Tag heute steht schon lange bei uns im Kalender“, sagte Papa Benjamin Hansen. Auch der kleine Adrian wartete seit Langem sehnsüchtig auf diesen Kinderblaulichttag, denn: „Er ist ein wahnsinniger Feuerwehrfan“, erklärte seine Mama – überflüssigerweise. Denn der Kleine war in kompletter Feuerwehrmontur inklusive rotem Einsatz-Fahrrad am Stadtplatz erschienen. Er möchte später auf jeden Fall zur Feuerwehr gehen. Ebenso wie der kleine Tim und der elfjährige David. Damit hatten Feuerwehrmann Hermann Sänger und seine Helfer ihr Ziel erreicht: „Ein bisschen die Begeisterung für die Feuerwehr wecken.“ Sicher wollen jetzt einige der Kinder Feuerwehrmann werden. Wie Grisu, der kleine Drache.

Franziska Seliger

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