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Macht eine vergangene Zeit lebendig: Regisseur Walter Steffen berichtete im „KinoP“ über sein Flößer-Werk.

Flößer-Filmabend im „KinoP.“  

Der Regisseur und das Hochwasser

Der Regisseur Walter Steffen war im Penzberger „KinoP“ zu Gast. Im Gepäck hatte er seinen neuen Flößer-Film.

Penzberg – Auf die Spuren der Flößer von Isar und Loisach hat sich der in Seeshaupt lebende Regisseur Walter Steffen in seinem neuesten Dokumentarfilm „Fahr ma obi am Wasser“ begeben. Nun war der Macher von „Bavaria Vista Club“ und „Endstation Seeshaupt“ zu Gast in Penzberg: Im „KinoP“ diskutierte Steffen mit den Zuschauern im Anschluss an die Vorführung über sein Werk.

Und dabei gab es zunächst einmal ein ganz dickes Lob von den Kinobesuchern. „Es ist ein super Film. Ein richtiges Dokument“, sagte etwa ein Zushauer. Eine Sitznachbarin ergänzte: „Ich fände es gut, wenn der Film in Schulen gezeigt würde. Er ist ja sehr lehrreich.“ Tatsächlich schafft Regisseur Steffen in seinem Flößer-Film einen schwierigen Spagat: Einerseits zeigt er großartige Natur- und Luftbildaufnahmen, untermalt sie mit einer orchestralen Filmmusik und streut in die Handlung immer wieder kleine Überraschungen für die Zuschauer ein. Andererseits ist der Film eine auf historischen Fakten basierende und mit alten Dokumenten untermalte Darstellung des Flößerhandwerks im bayrischen Oberland seit dem Mittelalter. „Meine Intention war es, spürbar zu machen, wie hart das Leben in den vergangenen Jahrhunderten war“, so Steffen. Der Zuschauer erfährt, dass die Arbeit am und auf dem Fluss lebensgefährlich gewesen war – aber notwendig: „Unsere Kulturlandschaft hätte ohne die Flößer nie entstehen können.“

Wie er auf die Idee zu diesem Projekt kam, wollten die Besucher von Steffen wissen. Bereitwillig erzählte er ihnen von der hartnäckigen Vorsitzenden eines Flößervereins, die „mir immer wieder auf die Zehen gestiegen ist“ – so lange, bis er endlich das Projekt in Angriff nahm. Steffen berichtete von so manchen Widrigkeiten beim Dreh im vergangenen Jahr. Etwa davon, dass der viele Regen zu Hochwasser auf den Flüssen geführt habe, weshalb sich die Zahl der Drehtage erhöhte und somit die Kosten.

„Der Film müsste eigentlich überall in Deutschland gezeigt werden. Nicht nur in Bayern“, forderte eine Frau. Ein Vorschlag, der an sprachlichen Barrieren scheitern könnte, wie Steffen befürchtete. Denn als Ausschnitte des Films vor einiger Zeit im Fernsehen zu sehen gewesen seien, „haben sie die Flößer untertitelt“. Immerhin: Ein Berliner Kino plane die erste „Walter-Steffen-Retrosketive“ – und dabei würden einige seiner Filme gezeigt. Die übrigens alle ein Kernthema haben: Seine Heimat mit ihren Menschen darin. Auch in „Fahr ma obi“ kann der Kinobesucher wieder viel darüber erfahren.

Franziska Seliger

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