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Die Kinder rückten im Breitfilzmoor unerwünschten Bäumen und Sträuchern zu Leibe, Helmut Hermann (Mitte) unterstützte sie dabei.

Freiwillige Helfer im Penzberger Breitfilzmoor

Der landkreisweite „Freiwilligen-Tag“ am Samstag kam unter anderem dem Penzberger Breitfilzmoor zugute: 17 Kinder rückten zur Moorpflege an. Sie wurden dabei von Erwachsenen vom „BUND-Naturschutz“, von der „AWO Mittagsbetreuung“ und „Terre des Hommes“ unterstützt.

Penzberg – Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Astscheren und dicken Handschuhen stapften 17 Mädchen und Buben am Samstag durch das Breitfilzmoor – bereit, allen Bäumen und Sträuchern, die dort nicht hingehören, zu Leibe zu rücken. Begleitet wurden sie von einigen Eltern, von Helmut Hermann, dem Kreisvorsitzenden des BUND Naturschutz, Hannelore Jaresch, der Vorsitzenden der BUND-Ortsgruppe Penzberg, Josef Rippel von der „AWO Mittagsbetreuung“ vom Kinderhort Birkenstraße und Uwe Herrmann. Mitglied bei „Terre des Hommes“.

Ziel der Aktion, die im Rahmen des landkreisweiten Freiwilligen-Tages organisiert wurde, war es, das Penzberger Breitfilz-Moor zu pflegen. Entfernt werden sollten die Bäume, die das Moor austrocknen. Das sind vor allem Birken, Waldkiefern und Fichten. Nur die Moorkiefer darf stehen bleiben.

Hermann erläuterte, dass schon das Aufstauen eines Grabens geholfen habe, dem Moor wieder mehr Wasser zuzuführen. Die ausgegrabenen Bäume und Sträucher wurden auf einer Plane gesammelt und werden künftig als Totholz den Kreuzottern als Rückzugsort dienen.

Dass es Kreuzottern im Breitfilz-Moor gibt, konnten die Kinder bestätigen. Sie hatten eine gesehen. Von Hand zu Hand wanderte auch ein großes Exemplar einer „Geränderten Jagdspinne“. Von Moorgeistern und Moor-Irrlichtern erzählte Hermann während der wohl verdienten Pause. Die belegten Semmeln hatte die Stadt Penzberg spendiert als kleines Dankeschön für die Pflege der stadteigenen Moorflächen.

Wie wichtig das Moor für den Klimaschutz ist, erläuterte Uwe Herrmann: „Moore machen nur drei Prozent der weltweiten Landfläche aus, speichern aber doppelt so viel Kohlenstoffdioxid wie alle Wälder der Erde zusammen. Ihr Schutz lohnt: Werden Moore zerstört, setzen sie hohe Mengen klimaschädlicher Gase frei, einzigartige Tier- und Pflanzenwelten werden vernichtet.“

Anneliese Steibli

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