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Aus mehreren eingeschossigen Gebäuden, die einen kleinen Innenhof bilden, besteht momentan der städtische Kindergarten in Penzberg.

Für Krippe: Stadt Penzberg will mehr Platz in ihrem Kindergarten schaffen

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Die Stadt Penzberg will ihren Kindergarten am Daserweg erweitern. Er soll zusätzlich zwei Krippengruppen erhalten. Offen ist allerdings noch, ob nebenan ein eigener Krippen-Bau entsteht oder ob der Kindergarten um eine Etage aufgestockt wird. Dazu gibt es unterschiedliche Ansichten.

Penzberg – Der städtische Kindergarten am Daserweg, der seit 32 Jahren besteht, gehört zu den großen Tagesstätten in Penzberg. Dort werden über 100 Buben und Mädchen im Alter von zwei bis sieben Jahren betreut. Im vergangenen Oktober hatte die SPD-Stadtratsfraktion vorgeschlagen, den Kindergarten um mindestens vier Krippengruppen und einen Hort zu erweitern. Im Dezember beauftragte der Stadtrat ein Planungsteam mit einem Vorentwurf. In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung lagen nun erste Vorschläge für eine Erweiterung vor.

In der Sitzung war zwar nicht mehr von zusätzlich vier Krippengruppen und einem Hort die Rede, aber doch von einer deutlichen Erweiterung. Stadtbaumeister Justus Klement erläuterte, dass einerseits ein Bedarf an zwei weiteren Krippengruppen bestehe – eine Gruppe mit Kindern unter drei Jahren gibt es bereits. Andererseits müssten zugleich die bestehenden Räume an die „aktuellen Anforderungen“ angepasst werden. Klement verwies unter anderem darauf, dass Räume für Elterngespräche, Kleingruppenarbeit, Lernwerkstatt, Bücherei und Therapie, Abstell- und Lagerflächen sowie ein Außenspielbereich für Kinder unter drei Jahren fehlen würden.

Erweiterungspläne für den Kindergarten am Daserweg hatte es schon einmal vor sieben Jahren gegeben. Diese Planungen, so Stadtbaumeister Klement, seien jedoch für den neuen Bedarf nicht ausreichend. Damals war ihm zufolge noch nicht von zwei zusätzlichen Krippengruppen die Rede. Der Vorschlag des Planungsteams, das laut Klement bereits ein erstes Gespräch mit der Kindergartenleitung geführt hat: ein eigener Krippen-Erweiterungsbau westlich des bestehenden Kindergartens, beide verbunden nur durch einen Zwischenbau. Die Krippe bestünde aus drei kleineren Häusern, eines für je eine Gruppe. Krippe und Kindergarten wären auf diese Weise klar voneinander getrennt, so Klement. Was laut Verwaltungsvorlage Sinn macht, weil die Bedürfnisse und die Betreuungsintensität der jüngeren Kinder stark vom Kindergartenbetrieb abweichen. Insgesamt würde sich, falls ein autarker Krippen-Trakt entsteht, das gesamte Ensemble der Tagesstätte um die Hälfte vergrößern, so Klement.

Anderer Ansicht war der Bauausschuss. Er votierte geschlossen dafür, eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes um ein Stockwerk prüfen zu lassen. „Wir sollten aus ökologischen Gesichtspunkten nicht zu viel Fläche verbrauchen“, sagte Regina Bartusch (SPD). Überall überlege man, wo man verdichten könne. Auch in den anderen Kindertagesstätten habe man zwei Stockwerke, sagte sie. Hardi Lenk (SPD) fügte an, dass man so auch für die gesamte Tagesstätte eine bessere Wärmedämmung bekäme. Dem schloss sich Klaus Adler (Grüne) an. Lenk und Ludwig Schmuck (CSU) argumentierten zudem mit dem Wert des Grundstücks, das für einen Anbau benötigt würde – auch wenn, wie auf Nachfrage im Rathaus bestätigt wurde, das Grundstück der Stadt bereits gehört.

Es gibt aber auch einige Bedenken gegen eine Aufstockung des bestehenden Kindergartens um ein Obergeschoss. Das geht aus der Verwaltungsvorlage des Stadtbauamts hervor. Aus Sicht der Leitung und der Architekten, heißt es dort, sei eine Unterbringung von Krippengruppen im Obergeschoss zwar „grundsätzlich möglich, jedoch nicht sinnvoll“. Im Betrieb sei diese Anordnung sehr viel komplizierter. Wenn, dann müsste der Kindergarten nach oben ziehen. In der Bauamtsvorlage heißt es zudem, dass während der Bauzeit der bestehende Kindergarten anderweitig untergebracht werden müsste. Ein Betrieb wäre nicht möglich, „da das Dach abgenommen werden muss, um Geschossdecken einbauen zu können“. Der bauliche Eingriff, so die Warnung, könnte so immens sein, dass sich die Frage stellt, ob nicht gleich ganz neu gebaut wird.

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