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Wellenbad in Penzberg.

Fürs neue Hallenbad: FLP und BfP ziehen Welle-Antrag zurück

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Im geplanten neuen Hallenbad in Penzberg wird es keinen Wellenbetrieb geben. Die Fraktionen von FLP und BfP zogen am Dienstagabend ihren Antrag zurück – wegen fehlender Aussichten auf Erfolg. Es gab nicht einmal mehr eine Diskussion. Damit ist das Ende der Welle endgültig besiegelt.

Penzberg – Das neue Hallenbad in Penzberg soll ein Sportbecken erhalten, davon getrennt ein Lehrschwimmbecken sowie ein Kinderbecken, eine Saunalandschaft mit eigenem Garten, eine große Spaßrutsche sowie eine Liegewiese samt Kinderspielplatz. So steht es im Entwurfsplan der Hallenbadplaner, der im vergangenen Dezember vorgestellt wurde (wir berichteten). Ein Wellenbetrieb ist nicht vorgesehen. Das geht auf einen Beschluss im vergangenen Sommer zurück: Damals hatte der Verwaltungsrat der Stadtwerke mit einer 5:3-Mehrheit gegen die Welle gestimmt. Grund waren die höheren Kosten sowie die Befürchtung, der Staat könnte Zuschüsse streichen, weil der Hubboden im Sportbecken entfallen müsste, der Schwimmkurse für alle Altersgruppen ermöglichen soll.

Damals stimmten nur Wolfgang Sacher (BfP), Michael Kühberger (FLP) und Adrian Leinweber (SPD) für eine Welle im neuen Bad. Mit dem Nein der Mehrheit sollten sich die Fraktionen von BfP und FLP jedoch nicht zufriedengeben. Sie formulierten einen gemeinsamen Antrag, den sie Ende Oktober ans Rathaus schickten. Sie warben dafür, die Mehrkosten in Kauf zu nehmen, weil ohnehin viel Geld für das Bad ausgegeben wird. Die beiden Fraktionen erklärten, dass die Bevölkerung dafür bestimmt auch geringfügig höhere Eintrittspreise in Kauf nehmen würde. Die Stadt sollte ihnen zufolge die höheren Investitionskosten an die Stadtwerke überweisen, so der Vorschlag.

Am Dienstagabend sollte der Antrag nun im Penzberger Stadtrat behandelt werden. Doch zum Beginn der Sitzung verkündete Michael Kühberger (FLP), dass seine Fraktion und die BfP-Fraktion den gemeinsamen Welle-Antrag zurückziehen. Die Planung für das neue Hallenbad sei so weit fortgeschritten, dass eine Umsetzung nicht mehr möglich sei, sagte er. Außerdem werde man für den Antrag keine Mehrheit bekommen. „Es ist traurig, weil die Welle über Jahrzehnte ein Alleinstellungsmerkmal für unser Bad war“, so Kühberger.

Tatsächlich ist die Planung für das neue Bad schon weit fortgeschritten. Der Entwurfsplanung stimmte der Verwaltungsrat im Dezember zu. Aktuell würden die Unterlagen für den Bauantrag gestellt, heißt es in den Verwaltungsunterlagen des Rathauses. Es sei geplant, ihn am 8. Februar einzureichen. Eine Überarbeitung der Entwurfsplanung, heißt es weiter, würde eine Verzögerung von zirka zehn bis zwölf Wochen bedeuten.

Die zusätzlichen Investitionskosten würden demnach bei einer Anstauwellenanlage mit 25-Meter-Becken auf 614 000 Euro geschätzt und bei einem Wellenbecken mit Strandauslauf (dies ist die aktuelle Version im Wellenbad) und 30-Meter-Becken auf 1,4 Millionen Euro. Die Betriebskosten für einen Wellenbetrieb wurden auf 62 000 Euro pro Jahr für veranschlagt. Außerdem hieß es, dass ein Zuschuss für zwei Übungseinheiten in Höhe von 1,1 Millionen Euro verloren ginge.

Die Kosten für den Hallenbad-Neubau werden derzeit auf rund 19,5 Millionen Euro geschätzt, worin die Baupreisentwicklung bis 2019 berücksichtigt ist. Das Wellenbad soll noch bis Ende Juni 2019 geöffnet sein. Dann beginnen Abbruch und Neubau. Die Fertigstellung soll im Dezember 2021 sein.

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