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Fußgängerampel in der Penzberger Innenstadt.

Das lange Warten auf Grün

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Viel Geduld brauchen Fußgänger in Penzberg, wenn sie in der Innenstadt an den Fußgängerampeln auf Grün warten - künftig soll es schneller gehen.

Penzberg - Manchem Passanten kommt es wie eine Ewigkeit vor. Er steht in der Penzberger Innenstadt vor einer der Fußgängerampeln auf Höhe der Christkönigskirche oder der Sparkasse, drückt auf den Knopf und wartet. Bis die Ampel auf Grün springt, kann es maximal eine Minute dauern. Im Penzberger Rathaus heißt es dazu, dass dies schon mehrere Bürger moniert hätten. Nun hat sich die Stadt dazu durchgerungen, die Wartezeiten für die Fußgänger zu senken.

Das passiert schon zum zweiten Mal. Früher mussten die Passanten noch länger warten. Die langen Wartezeiten vor den Fußgängerampeln an der Bahnhofstraße fanden vor sechs Jahren sogar in die Starkbier-Rede von Bruder Servatius beim Penzberger Derbleckn Eingang. Er machte sich damals genüsslich über die Ampeln in der Innenstadt lustig. Im April 2016 reagierte die Stadt auf einen Wunsch von Bürgern, der an den Seniorenbeirat herangetragen worden war. Sie verkürzte die Schaltfrequenz von maximal 100 Sekunden auf höchstens 60 Sekunden – was offenbar immer noch zu viel ist, wie sich herausstellte.

Weil immer noch Unzufriedenheit herrscht, trafen sich noch vor Weihnachten Vertreter des Penzberger Ordnungsamtes, des Stadtbauamts, der Verkehrsbehörden und der Polizei in der Innenstadt, um zu besprechen, wie die Ampelzeiten weiter verkürzt werden können. Laut Johannes Jauß, Vizeleiter des Ordnungsamtes, führen die langen Wartezeiten dazu, dass querende Fußgänger zwar den Ampel-Knopf drücken, aber dann die Rotphase für Autofahrer nicht abwarten und die Straße passieren.

Die Schaltung an den beiden Fußgängerampeln zu verändern, ist allerdings nicht so einfach. Bislang sind sie an die Ampel an der Hauptkreuzung gekoppelt. Man werde die Fußgängerampeln nun abkoppeln, so Jauß. Passanten hätten dann zwar in der Regel kürzere Wartezeiten, erklärte er. Jauß warnte aber auch, dass dies zu Rückstaus der Autos bis zur Hauptkreuzung führen könnte. Ob dies tatsächlich so ist, soll in einer Probephase beobachtet werden. Ihm zufolge soll eine Fachfirma die Ampelschaltungen bis spätestens Ende März umstellen.

In der jüngsten Verkehrsausschuss-Sitzung, in der die Umstellung bekannt gegeben wurde, fühlte sich Ausschuss-Mitglied André Anderl (CSU) bestätigt. „Ich habe damals schon gesagt, die Koppelung funktioniert nicht.“ Außerdem, fügte er an, sei er nach wie vor grundsätzlich gegen die Fußgängerampeln. Er befürworte weiterhin Zebrastreifen an der Stelle. „Es sind einfach zu viele Ampeln auf wenigen Metern“, so Anderl.

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