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Rumpelfüssler: Im Finale standen sich Polizei und Stadtrat gegenüber - in Schutzanzügen.

gaudifußball mit der feuerwehr

Marsmännchen kicken gern

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Es war eine Riesengaudi: Das Fußballturnier der Penzberger Feuerwehr in der Wellenbad-Halle. Elf Teams kämpften um den Sieg. Aber nicht immer war ein Ball im Spiel.

Penzberg – Nein, Maria Probst war nicht glücklich mit ihrem Outfit. Zum Fußballspielen hatte sich die Penzberger Stadträtin ja noch überreden lassen („Ich habe theoretisches Wissen“), schließlich brauchten ihre Ratskollegen noch einen Mitspieler für das Gauditurnier der Feuerwehr gestern in der Wellenbad-Halle. Aber in so was kicken? Probst steckte in einem gelben Ungetüm, das bei der Wehr als Schutzanzug seine Verwendung findet. Dazu zwei Druckluftflaschen auf dem Rücken und alles luftdicht abgeschlossen. Und diese Stiefel. „Mindestens Größe 47“, schnaufte Probst. Doch was half es, gleich war Anpfiff. Probst stiefelte wie ein Marsmännchen zu ihrem Team. Die Stadträte hatten es trotz knapper Personaldecke ins Finale geschafft, Gegner waren die Ordnungshüter der örtlichen Polizeiinspektion.

Die Schutzanzüge waren nur eine der Überraschungen, die warteten. Turnierorganisator Wolfgang Keller und seine 15 Helfer hatten sich allerhand Lustiges ausgedacht. „Nicht jeder Ball ist gleich ein Ball“, schmunzelte Keller. „Und nicht jedes Trikot ist ein Trikot.“ Wie wahr: Anfangs spielten die Fünf-Mann (und Frauen)-Teams noch harmlos mit Tennisbällen, dann folgten Fußbälle mit einem Liter Wasser drin, Styroporwürfel, Rugbyeier und aufblasbare Strandbälle. Im Halbfinale steckten sie beim „Bubble-Soccer“ in riesigen Kunststoffkugeln – was für elegante Spielzüge absolut ungeeignet war. Und zum Schluss warteten die Schutzanzüge...

Die Feuerwehr hatte sich das Turnier eigens für ihr Jubiläumsjahr zum 140-Jährigen ausgedacht. „Wir wollten was organisieren, was andere nicht machen“, begründet Öffentlichkeitsarbeiter Adrian Leinweber das etwas andere Fußballspielen. Elf Teams wurden es schließlich. Die Feuerwehren aus Penzberg, Bad Heilbrunn, Bichl, Iffeldorf und Obersöchering, BRK, die Wasserwacht, die Polizei, der Stadtrat und der Patenverein aus Ehrwald in Tirol wollten ihr sportliches Können beweisen.

Für Stadträtin Maria Probst und ihr Mitstreiter Klaus Adler, Adrian Leinweber, Michael Kühberger, Markus Bocksberger, Thomas Keller und Hardi Lenk lief es gut. Los ging es mit einem 9:5 gegen das BRK. CSU, SPD und der eine Grüne harmonierten. „Wir spielen heute ganz streitfrei“, grinste Bocksberger. SPD-Kollege Leinweber schwärmte gar von „Traumpässen der Fraktionen“. Übrigens: Die BfP hatte die Einladung nicht angenommen.

Doch aller Teamgeist half nichts gegen die sportlichen Polizisten. Die Truppe um Chef Jan Pfeil setzte sich im Finale mit 3:0 durch und holte sich den Wanderpokal ab.

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