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Dicht umlagert: Auch eine „Pfannkuch Ausgabe“ gab es beim Gaudiwurm.

Fasching in Penzberg

Gaudiwurm nimmt Stadtpolitik aufs Korn

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Der Penzberger Gaudiwurm hatte eine Menge zu bieten. Die Stadtpolitik gab den Maschkera genug Vorlagen.

Penzberg – Warum in die Ferne schweifen, wenn die Themen sind so nah? Vor allem, wenn man die Penzberger Stadtpolitik vor der Haustüre hat: Musikschule-Debatte, Bücher-Zelle, eine Bürgermeisterin fürs Dschungelcamp, Metropol-Stromkosten und Christkindlmarkt-Termin – beim gestrigen Gaudiwurm nahmen die Diskussionen all diese Themen wunderbar närrisch aufs Korn.

Die Aktiven des Organisationskomitees (OK) Penzberger Fasching jedenfalls taten alles dafür, dass Penzberg seinem Ruf als selbst ernannte Faschingshochburg im Oberland nah kam. 13 Wagen und Fußgruppen zogen durch die Innenstadt, begleitet von rund 5000 Zuschauern.

„Ich bin absolut zufrieden“, meinte OK-Chef Holger Fey. „Das ist toll organisiert“, lobte er die logistische Arbeit um Gaudiwurm-Verantwortlichen Benedikt Brennauer. Heuer gab es eine Premiere: Statt wie gewohnt am Ende fuhren Prinzenpaar und Kinderprinzenpaar samt Hofstaat vornweg. Prinzessin Tamara I. „die fetzige Untereuracherin“ (Tamara Eberl) und Prinz „Bernd II. vo de Cocktail Puntscher“ (Bernd Hoffmann) sowie Prinzessin Julia II. „von der glitzernden Schmetterlingswiese“ (Julia Osterholt) und Prinz Korbinian I. „vom Feuerwehrpalast“ (Korbinian Stürzl) huldigten ihrem Volk. Vorweg sorgte stilecht eine Security für angemessene Ordnung.

Fotos: Gaudiwurm nimmt Penzberger Stadtpolitik aufs Korn

In der Teilnehmerliste fanden sich alte Bekannte. Die Jungritter machen es unter zwei Wagen nicht. Sie hatten „J. Meyer’s Musik-Balaschd“ im Gepäck – eine Hommage an die unendliche Suche nach einer neuen Bleibe für die Musikschule. Klar, dass auch musiziert wurde. Auf dem Wagen tobte sich der Nachwuchs von „Die Kuhlen Rockas“ aus. Doch wer war nur der Dirigent, der seine „Säubach Viel-Harmonie“ nicht im Griff hatte? Und um die ominösen Stromkosten fürs Metropol zu senken, wurde gleich Energie auf dem Radl produziert. Die „Exis“ luden die Zuschauer zum Mitmachen ein: Beim Glücksrad konnte der ideale Termin für den Christkindlmarkt gefunden werden, wofür der Stadtrat einst lange Debatten gebraucht hatte. „Warum bis Winter warten, lass und doch im Sommer starten“, schlugen die OK-Veteranen vor. Die OK-Papas rollten mit ihrer gelben „Bier-Zelle“ durch die Straßen – ein Schelm, wer dabei an die hitzige Diskussion um eine Bücher-Zelle auf dem Stadtplatz dachte. Die OK-Mamas schwangen als „Minnie-Mäuse“ das Tanzbein. Die Feuerwehr hatte ihren Drachen „Grisu“ aus der Garage geholt, dessen Fahrt war der Wunsch des Kinderprinzen, er ist ja schließlich bei der Wehr. Die ESV-Sportler sorgten als „Eisenbahner“ für Stimmung, die „Dragonballs“ der AC-Ringer zeigten Muskeln. Die Seeshaupter Burschen hatten für ihr Dschungelcamp mit „Elke und Michi“ gleich zwei Kandidaten vorzuschlagen.

Überhaupt nicht als Rumpelfüßler präsentierte sich die SpVgg. Maxkron als „Lego-Fußballer“. Die blauen „Gaudiviren“ wurden von der Praxis Mehl diagnostiziert und die heimischen „Red Pinto Linedancer“ machten Werbung für sich. Auf ein eher trauriges Thema wies jene private Gruppe hin: „Unser gesunder Kletterbaum ist tot“, war auf dem Schild zu lesen – „einfach umgesägt“ im Schrebergarten an der Bichler Straße, wie zu hören war.

Endstation war am Stadtplatz, wo Moderator Benno Arnstadt fachkundig die Teilnehmer vorstellte. Danach wurde dort weiter gefeiert.

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