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Darauf die Hand: Antdorfer und Penzberger besiegeln die Maibaum-Rückgabe.

Gestohlener Maibaum

Heimkehr mit Musik

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Die Penzberger bekommen ihren gestohlenen Maibaum wieder zurück. Die Verhandlungen zwischen einer städtischen Delegation und den Antdorfer Maibaumburschen endeten erfolgreich. Die Antdorfer handelten gut was raus.

Penzberg – Rund 40 Antdorfer hatten das 39 Meter lange Traditionsstangerl in der Nacht auf Donnerstag, 13. April, aus der Layritzhalle entwendet und mit einem John-Deere-Bulldog heimgezogen. Am Samstag, 22. April, erfolgt um 14 Uhr am Ortsschild von Penzberg an der Antdorfer Straße die Übergabe. Die Antdorfer kommen zünftig mit Trommlern und Musik, danach geht es im Zug durch die Innenstadt zum Bauhof. Im Anschluss gibt es die ausgehandelte Brotzeit.

Am Samstag um 10 Uhr fuhr ein Kleinbus aus Penzberg in Antdorf vor. Darin saßen Hardi Lenk und Thomas Keller von den Jungrittern, Thomas Sendl vom Rathaus, Bauhofleiter Christian Eberl und zweiter Bürgermeister Dr. Johannes Bauer. Sie wurden von rund 25 Maibaumburschen erwartet. So mancher hatte blaue Farbe an den Händen, weil das frisch gestrichene Diebesgut noch nicht getrocknet war. Dass die Penzberger Weißwürste, Wiener und Brezn dabei hatten, lockerte die Atmosphäre auf. Nach rund zwei Stunden passte es. Penzberg bekommt seinen Maibaum, der am 1. Mai vor der dann hoffentlich fertig sanierten Stadthalle aufgestellt werden soll, wieder. Und die Antdorfer Burschen hatten „eine gescheite Brotzeit ausgehandelt“, wie Trachtlerchef Andreas Huber kurz danach verriet. Dazu Bier in ausreichender Menge. „Es waren lockere Verhandlungen“, meinte Huber, „man kennt sich schließlich.“ Für die Baumdiebe führte Engelbert Felix-Obholzer das Wort. Er war Vorgänger von Huber als Maibaumkapo – das Amt hat man für drei Jahre inne. Die Maibaumburschen sind ein lockerer Zusammenschluss der Ortsvereine.

Doch mit der Brotzeit allein ist es nicht getan. Die Penzberger versprachen, die Maibaumburschen während des Volksfestes (25. August bis 3. September) einzuladen. Eine Box wird gemietet und es gibt ein Hendl und zwei Maß für jeden, berichtete Kapo Huber. Er ist voll des Lobes für seine Truppe: „Wir sind ein super Haufen.“

Auch die Penzberger zollten den Baumdieben Respekt. „Die haben das richtig schön gemacht“, meinte Hardi Lenk nach den „angenehmen Verhandlungen“. Jungritter Lenk ist auch heuer wieder für das Aufstellen des Maibaums verantwortlich. Er lobt die „schöne Dorfgemeinschaft“ in Antdorf, die 40 Burschen in kürzester Zeit für das Husarenstück mobilisiert hatte. Kein Wunder, das der dortige Bürgermeister Klaus Kostalek mächtig stolz ist. „Das hat bei uns schon Tradition“, schmunzelte er. Der Rathauschef muss es wissen: Kostalek war selbst 1980 bei einer ähnlichen Aktion in Penzberg dabei, als an der Wölflstraße ein Stangerl abtransportiert wurde. Zuletzt suchten die Antdorfer ihre Nachbarn im Jahr 2000 erfolgreich heim.

Penzbergs zweiter Bürgermeister reiste am Samstag zufrieden wieder ab: „Wir haben einen guten Kompromiss gefunden.“ Und in Richtung der Antdorfer sagte er: „Die haben das schlau gemacht.“

In Antdorf haben sie jetzt bis zur Übergabe ein Auge auf ihre Diebesbeute. Und die Penzberger überlegen sich eine andere Sicherung als in der Layritzhalle: „Wir werden ihn jetzt besser bewachen“, kündigte Hardi Lenk an. 2018 wird in Antdorf ein Maibaum aufgestellt. Vielleicht eine Gelegenheit für die Penzberger, sich zu revanchieren.

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