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4,2 Hektar Platz bietet das Antdorfer Gewerbegebiet. Die Erschließung ist fertig, die ersten Grundstückskäufer bauen schon. Entlang der Straße verläuft ein Entwässerungsgraben (Vordergrund), der Wasser aus dem Dorf bis zur Solaranlage leitet .

Antdorf

Gewerbegebiet ist fertig

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Antdorf - Vorige Woche stand endlich die offizielle Bauabnahme des neuen Antdorfer Gewerbegebiets „Am Steinebacher Weg“ an – und alles lief glatt, bis auf ein paar Kleinigkeiten.

Klaus Kostalek konnte vorige Woche durchschnaufen. Endlich stand die offizielle Bauabnahme des neuen Gewerbegebiets „Am Steinebacher Weg“ an – und alles lief glatt, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Mit dem darauffolgenden gemeinsamen Essen wurde das erfolgreiche Geschäft zwischen der Gemeinde und der Peitinger Baufirma „Schneider“ besiegelt. Nach fast einem Jahr Bauzeit ist eines der größten Wirtschaftsförderungsprojekte in Antdorf beendet. „Die Erschließung hat reibungslos funktioniert“, bilanziert Kostalek – und dankt ausdrücklich auch den Behörden für die gute Zusammenarbeit.

Auf 4,2 Hektar Fläche bietet die Gemeinde nördlich des Dorfs, in Richtung Steinbach, genügend Platz fürs Gewerbe. Die Kommune hatte dafür das Areal, auf dem früher eine Kiesgrube und ein Betonwerk waren, erworben. Zirka 3,5 Millionen Euro investiert die Kommune laut Kostalek für Kauf und komplett neue Erschließung. Gegenfinanziert wird es mit der Veräußerung der Parzellen. 14 Grundstücke zwischen einem Hektar und 1000 Quadratmetern Größe standen zum Verkauf. „Die waren gleich weg“, freut sich der Bürgermeister. 110 Euro pro Quadratmeter verlangte die Gemeinde, der Preis war wohl mit ein Argument. Dass die Habacher Nachbarn ein Konkurrent sein könnten, sorgte Kostalek nach eigenem Bekunden nicht: Dort entsteht ebenfalls ein Gewerbegebiet, noch dazu verkehrsgünstig an der B 472. „Wir haben gewusst, dass das Interesse an uns da ist“, begründet der Rathauschef die eigene Investition. Nur ein 4300- Quadratmeter-Areal ist noch frei. Aber dafür sind bereits Interessenten beim Bürgermeister vorstellig geworden.

In Antdorfs Norden wollen sich hauptsächlich heimische Handwerksbetriebe ansiedeln. Der Branchenmix reicht vom Elektriker über Heizung und Sanitär, Schlosser bis zum Fliesenleger. Ein Grundstück bekommt der Bauhof. Ebenfalls engagiert hat sich ein Penzberger Investor. „Aber da ist noch unklar, was da hinkommt“, so der Bürgermeister. Antdorf zieht auch zwei größere auswärtige Betriebe an: Ansiedeln wollen sich eine Kältetechnik-Betrieb aus Bad Tölz und ein Autozulieferer aus Eurasburg.

Baubeginn war im Mai 2015. Die Planungen liefen aber schon seit 2013. Das Projekt war nicht einfach. Ein Alternativstandort im Süden Antdorfs, der eigentlich auch im Flächennutzungsplan verzeichnet ist, flog wieder vom Tisch. Der Platz war doch nicht ideal. Das jetzige Gelände passte zwar. Allerdings barg die einstige Kiesgrube Probleme. Der Boden musste langwierig ausgetauscht werden. Das Wasserwirtschaftsamt forderte Regenrückhaltebecken wegen des schlecht versickernden Regenwassers, zwei gibt es nun. Außerdem wurde neben der Straße ein Entwässerungsgraben gebaut. Die Zufahrt von der Weilheimer Straße wurde wegen der Verkehrssicherheit großzügiger umgestaltet. Kurz vor der Abnahme lag auch die wasserrechtliche Genehmigung des Landratsamts vor.

Auf dem Gelände tut sich bereits einiges. Die ersten vier Rohbauten stehen. Kostalek blickt schon voraus: Er will bald die nächsten Bauanträge im Gemeinderat behandeln.

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