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Barbara Mahlke ist Nachfolgerin von Wolfgang Neukirch.

Dirigentenwechsel in Penzberg 

Glück-auf-Chor hört auf ihr Kommando

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Penzberg – Barbara Mahlke ist mit Musik aufgewachsen. Als Kind sang sie in ihrer Familie schon Volksmusik-Lieder, als sie das „R“ noch nicht aussprechen konnte. Und mit fünf Jahren begann sie, Klavier zu üben. Seit vergangenen September ist Barbara Mahlke die neue Dirigentin des Penzberger Glück-Auf-Chors, der seit 130 Jahren besteht und aktuell etwa 25 Sänger und Sängerinnen umfasst. Die gebürtige Hohenpeißenbergerin, die seit 2005 mit ihrem Ehemann in Penzberg lebt, ist Nachfolgerin von Wolfgang Neukirch, der den Chor mit Unterbrechung 20 Jahre lang leitete.

Die Ausbildung zur Leiterin von Laien-Chören steht für 52-Jährige noch bevor. Zu Ostern 2018 wird das Kompaktseminar beginnen, das ein Jahr dauert. Den musikalischen Grundstock erhielt Barbara Mahlke allerdings schon als Kind. „Ich wurde in eine sehr musikalische Familie geboren“, erzählt sie. Groß wurde sie, damals in Hohenpeißenberg, mit Volksmusik. Sie sang im Dreigesang und spielte in einer Instrumentalgruppe Hackbrett und Flöte, auch beim Hoagart trat die Familie Mayr auf. Ein Lied wurde einst sogar auf einer Volksmusik-LP verewigt.

Im Alter von fünf Jahren setzte sich Barbara Mahlke auch ans Klavier, als Jugendliche nahm sie Unterricht in klassischem Gesang. Ihre sieben Jahre ältere Schwester studierte später Musik und wurde Musiklehrerin. „Wir wurden gefordert und gefördert“, erinnert sich Barbara Mahlke, die auch im Schul- und Kirchenchor sang. Ende der 1980er-Jahre stieß sie zum Penzberger Chor von Ehrenfried Mock. „Das war für mich das Hochkarätigste als Chorsängerin.“ Denn mit dem Fürstenfeldbrucker Jugendchor gingen die Penzberger damals auf Frankreich-Reise und sangen unter anderem in Paris den „Messias“.

Erstmals mit dem Dirigieren versuchte es Barbara Mahlke später, als ihre Familie einen Chor bildete und bei goldenen Hochzeiten, Taufen oder anderen Familienfesten sang. „Ich habe es ausprobiert, ob ich so etwas könnte“, sagt Barbara Mahlke. Und es lief gut, was ihr die Entscheidung erleichterte, dem Penzberger Glück-Auf-Chor zuzusagen. Dort sang sie bereits ein Jahr lang, als die Bitte kam, das Dirigentenamt zu übernehmen.

Beruflich hatte die studierte Informatikerin als Software-Entwicklerin für den Mobilfunk gearbeitet. Heute engagiert sich die Mutter zweiter erwachsener Söhne in der „Tauschzeit Loisachtal“, sie gibt Nachhilfe in Mathematik, Englisch und Französisch und arbeitet für das Mehrgenerationenhaus der Caritas in Weilheim. Musik ist ihr Hobby. Sie sei ein seelischer Ausgleich, fördere Geist und Koordination, forme die Persönlichkeit und sei auch körperlich ein gutes Training, sagt sie.

Genau das ist auch ihr Ansatz beim Glück-Auf-Chor. Man wolle zwar intensiv arbeiten und sich weiterentwickeln. „Aber die Freude muss erhalten bleiben.“ Auch das Publikum wolle man mitreißen. „Die Zuhörer sollen mit guter Laune aus dem Konzert kommen“, sagt sie.

Eine Umfrage im Chor habe ergeben, dass alle eine große Abwechslung wollen – also vom „Ave Verum“ bis zu fröhlichen Liedern. Eben „alles, was uns gefällt“, sagt sie. Volkslieder aus Bayern und anderen Ländern, Filmmusik, Evergreens, Schlager oder Operette. Der Chor, sagt Barbara Mahlke, könne da schon aus einem Riesenrepertoire schöpfen. „Wir wollen abwechslungsreich bleiben.“ Ansonsten wolle sie bei den Liedern, die der Chor schon kann, an Technik und Ausdruck arbeiten.

Ein erster großer Auftritt nach dem Dirigentenwechsel ist laut Barbara Mahlke für Frühjahr 2018 geplant. Zu hören ist er aber traditionell beim Volkstrauertag (an diesem Sonntag beim Ehrenmal um 10 Uhr). Auch die Besuche zu Weihnachten im Krankenhaus und in den Altenheimen will der Chor beibehalten. Über weitere Sänger und Sängerinnen im Chor – die Mitglieder sind derzeit „50 plus“ – würde sich die neue Dirigentin freuen, auch wenn Jüngere dazustießen.

Schnupperproben sind laut Chor jederzeit möglich. Die Proben finden montags von 19.30 bis 21.45 Uhr im Musiksaal der Bürgermeister-Prandl-Schule an der Südstraße (in den Schulferien in der Stadthalle) statt. Der Mitgliedsbeitrag im Verein beträgt derzeit 30 Euro im Jahr. Auskünfte gibt es unter Telefon 08847/6376 oder E-Mail an „roedingh@web.de“.

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