+
Grillplatz an der Murnauer Bucht. Bei einer Umfrage stimmten auch dort Jugendliche vor Kurzem für weitere Plätze.

Die Grillsaison kann kommen

Grillplätze für Jugendliche:Stadtrat gibt grünes Licht

Ab Sommer sollen am Eitzenberger Weiher und Inselweiher Grillplätze entstehen. Das letzte Projekt des Jugendparlaments ist geglückt.

Penzberg – Der Blick aus dem Fenster mag nicht dafür sprechen, doch die Grillsaison ist nicht mehr fern. Ab diesem Sommer können Penzberger Jugendliche an zwei Orten zusammensitzen, ratschen und gemeinsam Würstel braten. Der Stadtrat gab diese Woche in seiner Sitzung grünes Licht für Grillplätze am Eitzenberger Weiher sowie im Bolzplatz-Bereich nördlich des Inselweihers auf dem Gut-Hub-Gelände. Das Votum war einstimmig, verlief jedoch nicht ohne Diskussionen.

Die Jungparlamentarier Lukas Dietsch, Lukas Nommensen und Jessica Unterreiner stellten in der Sitzung noch einmal den Wunsch vor, den Penzberger Jugendliche bei einer Umfrage des Amts für Jugend und Familie geäußert hatten. Favorisierte Orte waren ursprünglich der Eitzenberger und Kirnberger Weiher, der Stockweiher sowie die Loisach bei Schönmühl. Eine Anfrage hatten die Jungparlamentarier beim Ordnungsamt gestellt. Dieses befürwortete schließlich den Eitzenberger Weiher und den Bolzplatz beim Inselweiher.

„Genutzt werden die Plätze erst am Abend“, sagte Dietsch in der Stadtratssitzung – ähnlich wie beim Vorbild am Starnberger See. Badegäste sollten nicht gestört werden, lautete die Begründung. „Eine schöne Idee“ nannte André Anderl (Freie Fraktion) das Projekt. Er fragte, wie die Jugendlichen gegen Vandalismus vorgehen möchten. Es gab diverse Probleme an der Berghalde. Der dortige Grillplatz wurde 2016 entfernt, weil dort überall Müll herumlag. „Wir werden Vandalismus nicht verhindern können“, sagte Dietsch. Er glaube aber, dass das Bewusstsein vorhanden ist aufzupassen. Zudem sollten zwei Mülleimer aufgestellt werden. Die Grillplätze seien – ähnlich wie der Nachtbus – ein Versuch.

Auch Christine Geiger (CSU) äußerte Bedenken. Die Idee, mit den Grillplätzen fand sie „grundsätzlich gut“. Sie wünsche den Jugendlichen, dass „es funktioniert“. Aber auch sie sorgte sich um Vandalismus Sie schlug deshalb vor, die Kioskbesitzer vor Ort zu informieren, wenn gegrillt wird. Diese Idee bezeichnete Dietsch als „gut“.

Mit gemischten Gefühlen sahen einige Stadträte den Wunsch der Schüler, fürs Grillen nicht „jedes Mal eine Genehmigung einholen zu müssen“. Dies schreckt Dietsch zufolge viele Jugendliche ab. Rüdiger Kammel (BfP) schlug vor, die Sache mit dem Grillplatz erst einmal an einem Standort zu testen. Bürgermeisterin Elke Zehentner plädierte dafür, es mit beiden Orten – wie im Beschlussvorschlag vorgesehen – zu versuchen. SPD-Fraktionsvorsitzender Adrian Leinweber sagte in Richtung der „Bedenkenträger“, dass für die Grillplätze keine zu strengen Regularien aufgestellt werden sollten.

Schließlich wurden beide Orte genehmigt – unter „Berücksichtigung der brandschutzrechtlichen und abfallwirtschaftlichen Erfordernissen“. Ein Erfolg für das Jugendparlament, das sich erst vor Kurzem offiziell aufgelöst hatte. Jessica Unterreiner bezeichnete die Grillplätze deshalb als „schönes Abschlussprojekt“.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Am Bahnhof in Penzberg: 20-Jähriger stößt zwei junge Frauen aufs Gleis
Zum Glück kam gerade kein Zug, sonst hätte das böse enden können...
Am Bahnhof in Penzberg: 20-Jähriger stößt zwei junge Frauen aufs Gleis
Grundlos flogen die Fäuste in Peißenberg
Alkohol sorgt immer wieder für aggressive Übergriffe. So auch am Freitagnachmittag in der Hauptstraße in Peißenberg.
Grundlos flogen die Fäuste in Peißenberg
„Rigi-Rutsch’n“ ist auf gutem Weg
Die Saison in der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ läuft gut. Der „Freizeit- und Bäderpark“ scheint sich vom Brand und seinen Folgen erholt zu haben. Dem Freibad kommt …
„Rigi-Rutsch’n“ ist auf gutem Weg
Brand in Penzberg: Aufmerksamer Nachbar rettet Leben
Ein Zimmerbrand in Penzberg endete zum Glück glimpflich. Es hätte aber noch Schlimmer kommen können - wenn ein Nachbar nicht den Rauchmelder gehört hätte.
Brand in Penzberg: Aufmerksamer Nachbar rettet Leben

Kommentare